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Die SPD-Landtagsfraktion fordert vom Gesundheitsministerium eine Änderung und Beschleunigung der Impfstrategie in Einrichtungen der Altenhilfe. Nach Auswertung aktueller Zahlen ist der Schutz der Menschen in den Altenheimen durch Impfen im Saarland bundesweit am niedrigsten. Dies ergibt sich daraus, dass bis Mitte letzter Woche nur jeder zweite Altenheimbewohner seine erste Impfung erhalten hat und das Saarland bei der Quote der geimpften Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ländervergleich ebenfalls extrem niedrig liegt. 

Dazu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Dr. Magnus Jung: „Ziel muss es deshalb sein, mit dem jetzt zur Verfügung stehenden Impfstoff innerhalb einer Woche allen Bewohnern und Mitarbeitern zumindest die erste Impfung anzubieten. Dabei sollen die Mitarbeiter vor Ort in den Einrichtungen geimpft werden und nicht über die Warteliste.“

Ein Blick nach Rheinland-Pfalz zeigt, dass eine andere Strategie im Hinblick auf die Alten- und Pflegeeinrichtungen möglich ist. Dort haben Stand gestern bereits über 99% der Bewohnerinnen und Bewohner ihre Erstimpfung erhalten und auch die Termine für die Zweitimpfung sind in nahezu allen Einrichtungen vergeben. Auch ein Großteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat zumindest die Erstimpfung erhalten. Die SPD-Fraktion geht davon aus, dass die nach wie vor überdurchschnittlich hohe Inzidenz im Saarland und die im Ländervergleich negative Entwicklung auch auf eine falsche Impfstrategie mit Blick auf die Altenheime zurückzuführen ist.

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