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Steigende Gaspreise zwingen kleine und mittlere Unternehmen dazu, ihre Energieversorgung grundlegend zu überdenken. Während in der öffentlichen Debatte meist Strom und Wasserstoff als Alternativen genannt werden, rückt ein klassischer Energieträger wieder stärker ins Blickfeld: Holz. Die IHK Saarland und das Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme (IZES gGmbH) widmen diesem Thema am 25. Juni 2026 eine gemeinsame Veranstaltung in Saarbrücken.

Für viele Betriebe ist die Bereitstellung von Prozesswärme längst zur existenziellen Frage geworden. Ob in der Lebensmittelverarbeitung, der Pharmaindustrie, der Baustoffbranche oder bei Reinigungsbetrieben – überall dort, wo thermische Energie im mittleren Temperaturbereich zwischen 200 und 600 Grad benötigt wird, könnten Holzhackschnitzel und Pellets eine wirtschaftlich tragfähige Lösung darstellen. Moderne Biomassefeuerungen gelten als technologisch ausgereift und liefern zuverlässig die nötige Wärme, ohne dass Unternehmen auf noch nicht flächendeckend verfügbare Infrastrukturen wie Wasserstoffnetze warten müssen.

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Ein entscheidender Vorteil liegt in der regionalen Verfügbarkeit des Rohstoffs. Gerade in der Großregion rund um das Saarland und Rheinland-Pfalz sind Holzbrennstoffe gut zugänglich, die Preise gelten als vergleichsweise stabil. Kurze Lieferketten mit festen Ansprechpartnern schaffen zudem eine Versorgungssicherheit, die bei global gehandelten fossilen Energieträgern zuletzt immer fragiler geworden ist.

Genau hier setzt die Veranstaltung an, die am Donnerstag, 25. Juni 2026, von 15 bis 18:30 Uhr in den Räumen der IHK Saarland in der Franz-Josef-Röder-Straße 9 in Saarbrücken stattfindet. Unternehmen aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz, die Prozesswärme benötigen, sollen dort von Betrieben lernen, die den Umstieg auf eine holzbasierte Energieversorgung bereits vollzogen haben. Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um Erfolgsgeschichten – auch die Hürden und Herausforderungen auf diesem Weg sollen offen zur Sprache kommen.

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Ergänzend zum Vortragsprogramm bietet eine begleitende Ausstellung die Gelegenheit, direkt mit Projektierern in Kontakt zu treten. Wer konkrete Umstellungspläne verfolgt oder sich zunächst nur orientieren möchte, kann hier erste Gespräche führen und Netzwerke knüpfen. Die Teilnahme ist kostenfrei, allerdings ist eine vorherige Anmeldung über die Webseite der IHK Saarland erforderlich. Im Anschluss an das offizielle Programm laden die Veranstalter zu einem Umtrunk mit Imbiss ein.

Die Initiative trifft einen Nerv, denn der Druck auf energieintensive Mittelständler wächst weiter. Wer nach sofort umsetzbaren Alternativen zu Erdgas sucht, findet in der Holzenergie einen Ansatz, der weder auf politische Weichenstellungen noch auf den Ausbau neuer Leitungsnetze angewiesen ist. Ob sich diese Option im Einzelfall rechnet, hängt freilich von Faktoren wie dem konkreten Wärmebedarf, den räumlichen Gegebenheiten und der Nähe zu regionalen Lieferanten ab – Fragen, die bei der Veranstaltung in Saarbrücken praxisnah beantwortet werden sollen.

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