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Ein literarischer Abend mit Spannung und Tiefgang erwartet das Publikum heute Abend im Kulturzentrum Saalbau. Im Rahmen der Reihe „Homburger Lesezeit“ ist die Autorin Isabelle Lehn zu Gast und stellt ihren Roman „Die Spielerin“ vor – eine Geschichte, die von der glatten Oberfläche der Finanzwelt bis in die Strukturen der kalabrischen Mafia führt.

Die Lesung beginnt am Dienstag, 10. Februar, um 19 Uhr im Kulturzentrum Saalbau in der Oberen Allee. Der Eintritt ist frei. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Roman, der auf leise Weise erzählt, dabei aber eine enorme Sogwirkung entfaltet.

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„Die Spielerin“ begleitet eine junge Frau, die in den 1990er-Jahren aus der niedersächsischen Provinz nach Zürich zieht, um Karriere zu machen. In der Welt der Investmentbanken stößt sie auf ein System, in dem moralische Grenzen zunehmend verschwimmen. Was zunächst nach klassischem Aufstieg klingt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einer gefährlichen Nähe zu illegalen Finanzströmen – bis die Protagonistin schließlich als Buchhalterin der kalabrischen Mafia agiert.

Isabelle Lehn erzählt diese Geschichte nicht als lauten Thriller, sondern als präzise Beobachtung einer Frau, die ihre Unauffälligkeit gezielt nutzt. Die Hauptfigur bleibt lange unsichtbar – und genau darin liegt ihre Stärke. Der Roman spielt mit Erwartungen, mit Rollenbildern und mit der Frage, wie Macht im Hintergrund funktioniert. Dass die Handlung von einer realen Begebenheit inspiriert ist, verleiht dem Stoff zusätzliche Schärfe.

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Mit der heutigen Lesung setzt die „Homburger Lesezeit“ ihre Reihe zeitgenössischer Literatur fort. Ziel bleibt es, aktuelle literarische Stimmen ohne Eintrittshürde vorzustellen und den direkten Austausch zwischen Autorinnen und Publikum zu ermöglichen. Für Literaturinteressierte bietet der Abend die Gelegenheit, eine ebenso kluge wie spannungsreiche Erzählung kennenzulernen – und einen Blick hinter die Fassaden von Geld, Karriere und Kontrolle zu werfen.

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