Seit Jahren wirbt das Saarland in der Öffentlichkeit mit dem Slogan „Großes entsteht immer im Kleinen“. Eine starke Botschaft, die ganz typisch für unzählige Aktionen und Eigenschaften von Saarländern steht. Wie aus einer kleinen Anfangsidee ein großes Ganzes wurde, beweist auch der Verein „We Are One“.

Als der bekannte Homburger Friseur Serafino Russo eine Charityveranstaltung zugunsten des Zentrums für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie am UKS Homburg machte, war auch Fotograf Mathias Blum anwesend. An diesem Abend sprang bei ihm der Funke über und er wollte an dieser Charityidee anknüpfen. Er gründete den Verein „We Are One“. „Ich habe mir damals gedacht, da muss etwas gemacht werden. Ich habe dann einige Kollegen mit an Bord geholt, die ohne zu zögern mitmachen wollten. Die Idee war einige Fotoshootings durchzuführen und dann den Erlös zu spenden. Das war anfangs noch als einmalige Aktion gedacht“, erzählt Mathias Blum.

Es folgten viele weitere Aktionen, nicht nur mit Fotografen sondern auch mit Musikern. Der bekannte Saarbrücker Rapper EstA sang mit dem Songwriter Eric Philippi einen eigenen „We Are One“ Song ein, das Video dazu wurde in Teilen am Homburger Johanneum gedreht. Im August organisierte der Verein in der Fußballgolf-Anlage Beckingen dann ein Live-Benefizkonzert mit den beiden Musikern. Zusätzlich waren auch Mr. Saarland Pascal Kappés und Philipp Leon Altmeyer, den man aus „The Voice Of Germany“ kennt, dabei.

„We Are One“, das ist ein Zusammenschluss vieler Kreativer aus dem Saarland. Unter anderem mit dabei sind auch Dennis Keller und Julian Schneider von Promotion Pictures, der Journalist und Fotograf Thomas Füßler und auch Robby Jünger vom Hybrid Verlag. Sie und viele weitere Mitglieder wollen mit ihrem Können und einer ordentlichen Portion Leidenschaft und Spaß, helfen. Oft sitzen sie zusammen und irgendjemand kommt auf eine neue Idee. „Im März hatten wir ein 24 Stunden Shooting im Mietstudio Saarbrücken. Vier Fotografen haben da von Freitag- bis Samstagabend durchfotografiert. Das war anstrengend aber eine tolle und sehr erfolgreiche Aktion“, erinnert sich Vereinsvorstand Blum. Und Thomas Füssler ergänzt: „Alles läuft über „Pay what you want“ Shootings. Die Models kommen ins Fotostudio und zahlen dann was sie möchten.“ Eine einfache und effektive Methode, mit welcher der Verein bei vielen Interessierten offene Türen einrennt. Ein Mitglied war beispielsweise mehrere Wochenenden für Tierfotografie unterwegs und hat dadurch über zweitausend Euro gesammelt. Bei der diesjährigen Ausgabe der HomBuch, der größten saarländischen Buchmesse, war „We Are One“ mit einem eigenen Stand vertreten. Auch hier konnte man sich professionell ablichten lassen.

Und so kam in den letzten Monaten ein stolzer Betrag zusammen, der jetzt beim offiziellen Termin an den Förderverein für altersübergreifende Palliativmedizin am UKS überreicht wurde. Über 18.000 Euro haben sie gesammelt. Gegründet wurde „We Are One“ erst im Juni letzten Jahres. Bei der Scheckübergabe war neben dem Leiter des Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie, Prof. Dr. Sven Gottschling, auch der Vorstand des Fördervereins anwesend. Sie alle waren natürlich begeistert von der großen Summe, die hier übergeben wurde. Gottschling: „Ich finde es gigantisch, was aus einer Idee alles erwachsen kann. Es ist wirklich eine kreative Flut, die nach und nach immer mehr Menschen angesteckt hat. Der gesamte Vorstand des Fördervereins für altersübergreifende Palliativmedizin ist auch unheimlich dankbar. Was wir hier erleben ist ganz weit weg von einer Selbstverständlichkeit. Damit kann man wirklich vielen Menschen helfen.“

Jeder einzelne Cent hilft. Jede Spende macht die Versorgung und das Leben der kranken Menschen würdiger und erleichtert natürlich die Arbeit der vielen Mediziner und Angestellten am palliativmedizinischen Zentrum am UKS in Homburg. Zum Einsatz kommt das Geld beispielsweise bei der Erfüllung letzter Wünsche, bei einem aktuellen Projekt, das Kinder schwerkranker Eltern unterstützt oder auch beim Bau von Hospizen. Ideen gibt es am Universitätsklinikum genug.

„We Are One“ setzen mit ihren künstlerischen Aktionen ein Zeichen, ein Zeichen für Menschlichkeit und Zusammenhalt in einer schwierigen Welt mit großen Problemen. Mit ihren Aktionen helfen sie nachhaltig und sind damit noch lange nicht am Ende. Viele weitere Ideen hat der Verein bereits in Arbeit und in Planung. Aktuelle Projekte sind ein Kalender mit Landschaftsfotografien aus dem ganzen Saarland oder auch ein Märchenbuch, beides erschienen im Hybrid-Verlag und erwerbbar über die Internetseite des Vereins. Auch fürs kommende Jahr ist bereits Großes geplant. Zusammen mit der Zweibrücker Stadtkapelle und der Band Purple Haze, wird es ein gemeinsames Charity-Konzert unter dem Namen „Rock meets Brass“ in der dortigen Festhalle geben. Sämtliche Einahmen kommen dem Verein und damit der Palliativstation zugute.

Es ist zu hoffen, dass die Aktion sowohl weitere Befürworter, tatkräfte Unterstützer und Nachahmer findet. Wer Kontakt sucht, kann die Macher gerne über deren Homepage oder ihre Facebookseite kontaktieren.

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