Hunderttausende Schüler werden an diesem Freitag wieder auf die Straße gehen und für ein besseres Klima demonstrieren. Die Klimabewegung „Fridays for Future“ hat zu einem globalen Klimastreik aufgerufen.

Auf ihrer Homepage schreibt Fridays for Future: „Während in Berlin das Klimakabinett tagt und in New York einer der wichtigsten UN Gipfel des Jahres vorbereitet wird, wollen wir den 20. September zum größten globalen Klimastreik aller Zeiten machen.“ Allein in Deutschland sind bereits weit über 500 Städte aufgelistet, die mitmachen. Streiken fürs Klima und Schüler, die ihre Schülzeit auf Demos verbringen, das ruft natürlich viel Kritiker auf den Plan.

Dass es auch ohne Streik geht, zeigt das Gymnasium Johanneum in Homburg. Unter dem Leitgedanken „Gegen den Klimawandel – für mehr Eigenverantwortung!“ und „Nachhaltige Aktivitäten aus dem Schulalltag für den Schulalltag“, präsentiert die Schulgemeinschaft Johanneum am morgigen Freitag in der Aula ihre ersten Ergebnisse. Ergebniss, die sich auf das kontinuierliche Anwenden von eigens aufgesetzten Nachhaltigkeitsregeln stützen. Im Johanneum möchte man direkt etwas bewirken, sichtbar und es nicht erst anderen überlassen. Dies soll von der Schule als Beitrag und Impuls für „Fridays for Future“ dienen, vor allem unter dem Motto: „Lasst uns vor Ort die Welt verändern!“.

Wichtig ist dabei der ganzen Schulgemeinschaft, dass alle Aktionen nicht als einmaliger Aktionismus initiiert werden, sondern dauerhaft in kleinen Verhaltensänderungen permanent gelebt werden, zum Beispiel im Unterricht, in Arbeitsgemeinschaften, in Klassensälen und auf dem Schulhof, also auf dem gesamten Campus Johanneum leben.
Der fleischlose Tag in der eigenen Johanneum-Mensa, in der auch der plastikfreie Pfandbecher Subcup eingeführt wurde, dient als Beispiel. Ebenso die Baumpflanzungen und Dachbegrünungen und das Anlegen von Blumenwiesen. Die Recyclingbar steht schon seit einigen Monaten in der Aula, die Infrastruktur-Planungen für mehr Radfahrer zum Johanneum laufen und auch Kleinigkeiten wie „Licht aus!“-Schilder verändern Verhaltensweisen im Alltag. Das Angebot der Fairtrade-Schule mit „Plant-for-the Planet-Schokolade“ oder vegane Snacks runden das Angebot ab.

So kurz vor den Herbstferien wird auch die Aktion „Wer fliegt, der zahlt!“ Interessenten finden. Die „NachhALLTAG-Box“ für weitere Ideen der Schüler, Eltern und Lehrer steht im Zentrum der Aula und wurde bereits beim Schulfest vor wenigen Tagen den Besuchern vorgeführt.

Es geht also auch ohne Demo, mit viel Eigenverantwortung und Ideenreichtum. Vorbildlich.

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