Bild: Stephan Bonaventura

Die wichtigste Meldung am Samstag Abend lautete wohl: „Keine Personenschäden!“ Und auch am nächsten Morgen konnte die Feuerwehr nach stundenlangem Einsatz bestätigen, dass keine Menschen körperlich zu Schaden gekommen sind. Doch die Bäckerei Schäfer, seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Homburger Vorstadt, ist (vorerst) Geschichte. 

Bild: Stephan Bonaventura

Gegen 20:00 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Homburg zu einem Brandeinsatz in die Untere Allee alarmiert. Dem Einsatzstichwort zu Folge, brannte ein Holzanbau hinter einer Bäckerei. Doch schon beim Eintreffen des Wehrführers gegen 20:02 Uhr griff der Brand bereits auf den Dachstuhl des angrenzenden Wohn- und Geschäftshauses der Bäckerei über, woraufhin das Einsatzstichwort erhöht und damit alle Löschbezirke aus Homburg alarmiert wurden. Auch aus dem Nachbarort Waldmohr wurde eine zweite Drehleiter zur Unterstützung der Löscharbeiten angefordert. 

Zu diesem Zeitpunkt war noch unklar, ob sich Personen im Gebäude befinden. So sorgte nicht nur der auf der Straße wahrnehmbare Funkverkehr, gemischt mit Sirenengehäul, für eine dramatische Geräuschkulisse, sondern auch für angespannte Gesichter bei den Feuerwehrleuten. Relativ schnell wurde aber glücklicherweise klar, dass sich alle Hausbewohner rechtzeitig retten konnten. Die betroffenen Anwohner wurden in der Nacht von Rettungsdienst / DRK und Notfallseelsorgern betreut.

Rund zwei Stunden kämpfte die Feuerwehr mit aller Kraft gegen die Flammen und ein Übergreifen auf die umliegenden Gebäude, bis Einsatzleiter Peter Nashan von der Homburger Feuerwehr melden konnte: „Großbrand unter Kontrolle“! Die immer wieder mal auflodernden kleinen Flammennester im Dachgebälk wurden zügig gelöscht, ließen den rund 120 Einsatzkräften aber kaum Zeit zum durchschnaufen. So zog sich der Einsatz bis in die frühen Morgenstunden hin. Der Dachstuhl brannte völlig aus. Durch das viele Löschwasser wurde das ganze Wohnhaus allerdings unbewohnbar. 

Bild: Stephan Bonaventura

In der Nacht selbst, aber auch am folgenden Tag, versammelten sich immer wieder Passanten, die über das Unglück nur den Kopf schütteln konnten. Dabei reichte die Stimmungslage von tiefer Betroffenheit, aber auch bis hin zu jeder Menge Solidarität und einer unglaublichen Hilfsbereitschaft. Klaus Schäfer informierte selbst auf der Facebook-Seite des Homburger Traditionsunternehmens seine Gefühlswelt: „Wir sind – zumindest körperlich – alle unverletzt! Ich hoffe, dass auch bei den vielen fleißigen Einsatzkräften niemand zu Schaden gekommen ist! Ein dickes Danke an alle, die Trost gespendet und Hilfe angeboten haben.“

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