Landrat Dr. Theophil Gallo (Mitte) und Andreas Motsch, Leiter der Katastrophenschutzbehörde (2. v. r.), haben das neue Notstromaggregat begutachtet. Mit dabei: Peter Nashan, Wehrführer der Feuerwehr Homburg (l.), Uwe Wagner (2. v. l.) und Markus Hinsberger, stellvertretender Löschbezirksführer Homburg-Mitte (r.). - Foto: Sandra Brettar
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Der Saarpfalz-Kreis hat ein neues Notstromaggregat beschafft und ein älteres wieder funktionstüchtig gemacht. Damit investiert der Kreis in die Sicherheit seiner Bürger im Katastrophenfall oder bei einer Großschadenslage. Denn: Im Falle eines längeren Stromausfalls kann damit die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung sichergestellt werden.

Das neue dieselbetriebene Notastromaggregat wurde bereits Ende des vergangenen Jahres geliefert und ist derzeit im Gerätehaus der Feuerwehr Homburg in Erbach untergebracht. Mit einer Leistungskapazität von 100 kVA kann es ein Wasserwerk im Kreis in Betrieb halten. Trinkwasser kann somit weiterhin gepumpt und bei Bedarf in die anderen Kreiskommunen transportiert werden. Der moderne Anhänger verfügt darüber hinaus über einen Lichtmast, der einen Mehrwert schafft. Die Kosten der Neuanschaffung belaufen sich auf rund 79.000 Euro.

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„Ich bin froh, dass wir im Rahmen des Katastrophenschutzes einen weiteren wichtigen Beitrag zur Absicherung der Bewohnerinnen und Bewohner des Saarpfalz-Kreises bei einem Stromausfall beitragen können. Dafür gibt es aber auch seit 2013 den Arbeitskreis Stromausfall, der sich intensiv mit jenen Vorkehrungen auseinandersetzt, die zu treffen sind, sollte es in der Region zu einer längerfristigen Unterbrechung der Stromzufuhr kommen“, erklärt Kreisbrandinspekteur und Leiter des AK Stromausfall, Uwe Wagner.
Mitarbeiter und Angehörige der Feuerwehr wurden zum Einsatz und zur regelmäßigen Wartung des Notstromaggregates geschult.

„Das Thema Sicherheit erfährt im Hinblick auf die aktuellen katastrophalen Geschehnisse in der Ukraine eine neue Relevanz. Ein Satz wie „So etwas wie … kann nicht passieren“ geht wohl niemandem mehr leichtfertig über die Lippen. Daher bin ich dankbar, dass wir dieses neue Notstromaggregat vorhalten können – trotz allem verbunden mit der Hoffnung, es so wenig wie möglich einsetzen zu müssen. Ich danke aber auch der Feuerwehr Homburg, dass wir den doch sperrigen Anhänger im Gerätehaus unterbringen dürfen und sie sich auch um die Bereitstellung am erforderlichen Einsatzort kümmern wird“, bekräftig Landrat Dr. Theophil Gallo.

Seinen Einsatzort bei einem Mineralölhändler hat unlängst das ältere Notstromaggregat im Besitz des Saarpfalz-Kreises gefunden. Eine professionelle Aufbereitung machte es wieder voll funktionstauglich. So können im Notfall Betriebsstoffe direkt abgezapft und beispielsweise zum Betrieb von Notstromaggregaten anderer Wasserversorger verbracht werden.

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