Farben, die Gefühle transportieren, Landschaften, die mehr erzählen als das Auge sieht – die Künstlerin Alina Resch zeigt ihre Werke ab Ende Mai im Homburger „Haus der Begegnung“. Am Freitag, den 29. Mai, um 18 Uhr öffnet die Ausstellung mit einer Vernissage in der Spandauerstraße 10 in Homburg-Erbach ihre Türen für alle Interessierten.
Resch, 1987 in Minsk geboren und in Belarus aufgewachsen, bringt eine künstlerische Biografie mit, die zwei Kulturräume miteinander verbindet. Noch in ihrer Heimat absolvierte sie eine Ausbildung zur Künstlerin und Modelleurin, bevor sie 2010 nach Deutschland kam und hier ihre kreative Arbeit weiterführte. Diese doppelte Prägung – osteuropäische Tradition und westeuropäische Gegenwart – durchzieht ihr gesamtes Schaffen wie ein roter Faden.
Ihren eigenen Stil beschreibt Resch als assoziative Malerei. Statt die äußere Wirklichkeit detailgetreu abzubilden, geht es ihr darum, Stimmungen und innere Bilder auf die Leinwand zu bringen. Aquarell, Öl und Acryl sind dabei ihre bevorzugten Medien. Durch einen feinfühligen Umgang mit Farbe, Form und Textur entstehen Kompositionen, die eine unverkennbare persönliche Handschrift tragen und dem Betrachter zugleich Raum für eigene Deutungen lassen.
Einen besonderen Platz in Reschs Werk nimmt die Landschaftsmalerei ein. In ihren Bildern verschmilzt die äußere Natur mit inneren Empfindungen – Licht, Bewegung und Atmosphäre werden zu Trägern emotionaler Resonanz. Die Einflüsse der europäischen Maltradition verbinden sich darin mit der kulturellen Prägung ihrer belarussischen Herkunft und den Eindrücken, die das Leben in Deutschland hinterlassen hat. Wer sich auf diese Arbeiten einlässt, wird in einen Dialog mit Farbe und Form gezogen, in dem Wahrnehmung und Vorstellung ineinandergreifen.
Seit 2025 erweitert Resch ihr künstlerisches Spektrum um ein neues Feld: botanische Reliefs, eine moderne Spielart monumentaler Kunst. Auch hier stehen Ausdruckskraft und Materialität im Zentrum, ergänzt durch das Zusammenspiel von Licht und Oberfläche. Damit zeigt sie, dass ihr Gestaltungswille weit über die klassische Leinwand hinausreicht.
Die Vernissage im „Haus der Begegnung“ bietet die Gelegenheit, Reschs vielschichtiges Werk aus nächster Nähe zu erleben und mit der Künstlerin persönlich ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



















