25 Kinderbilder, die vom Lesen erzählen, haben seit Mitte Februar an vier Orten im Saarland für Aufmerksamkeit gesorgt. Nun ziehen sie weiter: Bis Mitte Juni sind die Werke aus dem Lesedino-Malwettbewerb im Foyer des saarländischen Ministeriums für Bildung und Kultur in Saarbrücken zu sehen. Was als Wanderausstellung durch die Stadtbibliotheken in Völklingen, St. Wendel, Wadern und Saarbrücken begann, findet damit einen prominenten Schlussort.
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot betonte die Bedeutung des Projekts: „Lesen eröffnet Kindern neue Welten, stärkt ihre Fantasie und ist eine zentrale Grundlage für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe.“ Der Lesedino verbinde Leseförderung mit künstlerischem Ausdruck und zeige eindrucksvoll, mit wie viel Begeisterung sich Schülerinnen und Schüler im Saarland dem Thema Lesen widmeten. „Die Ausstellung macht diese besondere Leseliebe sichtbar und würdigt die großartigen Beiträge der jungen Künstlerinnen und Künstler“, so die Ministerin.
Der Malwettbewerb läuft seit mehr als zwei Jahrzehnten parallel zum Lesedino-Vorlesewettbewerb, der sich an Viertklässlerinnen und Viertklässler richtet. Beim Malen dürfen allerdings alle Kinder saarländischer Grund- und Förderschulen mitmachen – unabhängig von Klassenstufe oder Alter. Ihr Auftrag: dem Lesedino für das kommende Schuljahr ein neues Gesicht geben. Eine fünfköpfige Fachjury sichtet die Einsendungen und kürt jedes Jahr vier Siegerbilder, die anschließend das offizielle Plakat, das Lesezeichen und die Urkunden des Wettbewerbs zieren.
In diesem Jahr überzeugten vier junge Talente die Jury. Suhail Alsahle aus der Klasse 1a der Grundschule Niederkirchen und Paul Recktenwald aus der Klasse 4b der Grundschule Weiskirchen gestalteten die beiden Lesezeichen-Motive. Das neue Plakat stammt von Nicola Kalkucinska aus der Klasse 3.1 der Grundschule Professor Ecker in Saarlouis-Lisdorf. Für die Urkunde setzte sich Jamie Engler aus der Klasse 4d der Kreuzbergschule in Merzig durch.
Der Lesedino selbst gehört seit 2001 fest zum Bildungsangebot des Saarlandes. Das Ministerium für Bildung und Kultur organisiert ihn gemeinsam mit den Grund- und Förderschulen sowie den öffentlichen Bibliotheken des Landes. Im Kern geht es darum, Kindern früh Freude am Lesen zu vermitteln und ihre Leselust zu wecken – ein Ziel, das weit über den Wettbewerb hinausreicht.
Ergänzend zum Lesedino hat das Saarland mit dem sogenannten Leseband ein landesweites Konzept eingeführt, das Leseübungen fest im Schulalltag verankert. An Grund-, Förder- und Gemeinschaftsschulen wird regelmäßig und systematisch gelesen, um die Lesekompetenz der Kinder dauerhaft zu stärken. Beide Programme zusammen bilden ein Netz, das Leseförderung nicht dem Zufall überlässt, sondern strukturell absichert.
Wer die Bilder der diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner sehen möchte, hat dafür noch bis Mitte Juni im Foyer des Ministeriums Gelegenheit. Der Eintritt ist frei.



















