Tempo 30 ist ein Thema, das viele Menschen bewegt. Anwohner beschweren sich über die Lautstärke der durchfahrenden Fahrzeuge und Autofahrer fürchten, nicht rechtzeitig ans Ziel zu kommen. Zumindest in vielen Ortsdurchfahrten ist Tempo 50 meist noch Standard. Dagegen möchte nun am kommenden Montag die BUND Regionalgruppe Bliesgau demonstrieren. Und ein Pilotprojekt vorschlagen, das vor allem eine Gemeinde in unserer Region betrifft.

In Spanien gilt es schon, Paris führt es Ende August ein und in der Saarpfalz soll es so schnell wie möglich kommen: Tempo 30 innerorts. Und das möglichst ohne Ausnahme. So wünscht es sich die BUND Regionalgruppe Bliesgau, die am kommenden Montag um 11 Uhr mit einer Demo auf ihr Anliegen aufmerksam machen möchte. Die Kundgebung wird vor dem Landratsamt stattfinden, denn zuständig für die Thematik ist die Straßenverkehrsbehörde des Kreises.

Dass die Ortsgruppe gerade jetzt zu einem solchen Mittel greift, begründen die Initiatoren in der offiziellen Einladung damit, dass Landrat Theophil Gallo in vier Wochen nicht auf einen Brief geantwortet habe, in dem dieses Thema aufgegriffen wird. In dem Brief, der HOMBURG1 vorliegt, fordern die Umweltschützer jedoch nicht eine sofortige Einführung von Tempo 30 auf allen innerörtlichen Straßen im Kreis.

Vielmehr schlagen sie zunächst ein mehrmonatiges Pilotprojekt vor, das die Auswirkungen einer solchen Maßnahmen vorerst nur in einer Kommune untersuchen soll. Konkret wird die Gemeinde Kirkel vorgeschlagen, die sich, laut der Initiatoren, aufgrund mehrerer Faktoren für ein solches „Experiment“ eignen würde. So hat der dortige Gemeinderat bereits im April einen Antrag zur Einführung eines Modellprojekts „Tempo 30 auf allen Ortsdurchfahrten“ an die zuständigen Behörden gestellt. Außerdem sei die Ortsdurchfahrt von Kirkel-Altstadt ein Unfallschwerpunkt.

Doch nicht nur die Sicherheit des Verkehrs soll durch eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h innerorts verbessert werden. Auch sei eine solche Maßnahme eine Möglichkeit zur Verbesserung der ökologischen Situation, da durch die Verstetigung des Verkehrsflusses CO2 eingespart werde. Zudem werde das körperliche und psychische Wohlbefinden der Anwohner gestärkt.

Mit diesen Argumenten im Gepäck möchte die BUND Ortsgruppe nun also vor dem Landratsamt demonstrieren. „Laut und unüberhörbar“, wie die Ortsgruppe in der Einladung an alle Interessierten schreibt. Ob das reicht, um den Landrat zu einer Diskussion zu bewegen? Das wird sich am Montag zeigen.

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