Flüchtlingssituation in Homburg

Die Flüchtlingssituation beschäftigt uns seit Monaten. Das ganze Land, Städte und Gemeinden sind gleichermaßen betroffen. Die Diskussionen in den politischen Gremien und der Bevölkerung können oft kaum unterschiedlicher sein. Die Menschen wollen Informationen – nicht erst nach Entscheidungen, sondern unmittelbar.

Zum aktuellen Stand:
Bisher konnten im Stadtgebiet Homburg alle Asylsuchenden in Wohnungen untergebracht werden. Doch mit Bekanntgabe der genauen Zahlen für die kommenden Monate und den Planzahlen für das Jahr 2016, muss sich die Stadt einer Herausforderung stellen, der sie mit den bisherigen Maßnahmen nicht mehr gewachsen ist.

In 2014 konnten 114 Flüchtlinge in der Kreisstadt untergebracht werden. Auch den in 2015 ankommenden Asylsuchenden (175 Personen) war mit den bisherigen Maßnahmen eine Bleibe zugewiesen worden, so daß mittlerweile 291 Personen aus den Kriegsgebieten in Homburg leben.

Doch mit der aktuellen Entwicklung reichen die Wohnmöglichkeiten nicht mehr aus. Bis Ende des Jahres werden mindestens 320 Asylsuchenden zusätzlich erwartet und zusätzlich in 2016 pro Monat nochmal jeweils 100 Flüchtlinge.

Keine leichte Aufgabe für die Stadtverwaltung, die gerade im Bereich der kurzfristigen Unterbringung nicht auf Turn- und Sporthallen zurückgreifen möchte. Wie Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind auf der heutigen Pressekonferenz ausführte, sind alle Hallen von Vereinen nahezu komplett belegt. Und gerade unter diesem Aspekt lobte er deren bisherige Arbeit, da die Stadt auf die ehrenamtliche Integrationsarbeit der Vereine als wichtigen Baustein im sozialen Miteinander angewiesen ist.

Aus diesem Grund wird am Standort des alten Freibades ein Zelt gebaut werden, samt notwendiger Infrastruktur, um eine Unterbringung der Flüchtlinge für den Winter zu gewährleisten. Zusätzlich wird Christoph Neumann die ab dem 15.Oktober bestehende Abteilung für Demografie und Integration leiten, die sich in enger Zusammenarbeit mit der Beigeordneten Christine Becker und Amtsleiterin Ingrid Braun um die Koordination und Umsetzung alle Maßnahmen kümmern wird. Das notwendige Personal soll über befristete Arbeitsverträge gestellt werden.

Zur Unterbringung der Flüchtlinge sucht die Stadt Homburg kurzfristig noch leerstehende Wohnmöglichkeiten zur Miete oder zum Kauf. Sofern solche Möglichkeiten vorhanden sind, kann mit einer Mail an bernhard.hilger@homburg.de Kontakt mit der Stadt zur weiteren Koordination (nur für Leerstände) aufgenommen werden.

Ab Mitte/Ende Oktober wird es auch ein Portal im Internet geben, um die Bevölkerung und Asylsuchenden zu  informieren, aber auch um eine Anlaufstelle für das ehrenamtliche Engagement (Ehrenamtsbörse) der Homburger Bürger zu schaffen.

 

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2 KOMMENTARE

  1. Wurde von den Organisatoren auch die durch die (mittelfristige) Aufnahme von 1.000 Flüchtlingen am alten Freibad sich ändernde Sicherheitslage für die umliegenden Anwohner bedacht? Welche konkreten Maßnahmen in Kooperation mit der Landespolizei gibt es, wie beispielsweise eine verstärkte Polizeipräsenz an der Dienststelle in Homburg? Man kann davon ausgehen, dass im und um das Flüchtlingsheim ein gesteigertes Konfliktpotential besteht. Als langjähriger Bürger Homburgs möchte ich auch weiterhin hier ein angenehmes und angstfreies Leben führen können. Danke!

    • Man kann davon ausgehen, dass die Menschen, die hier her kommen im allgemeinen kommen, weil sie keine Lust mehr haben auf Krieg. Im vergleich zu dem erhöhten Konfliktpotential bei Fußballspielen, dürfte sich das unserer neuen Mitbürgerinnen und -Bürger in Grenzen halten.
      Im übrigen wird in der aufgenommenen Pressekonferenz über dieses Thema genauer eingegangen, und die Frage geklärt.
      Also wenn sie sich für das Thema interessieren, schauen Sie sich das Video einfach mal bis zum Schluss an.

      Mit freundlichem Gruß
      Astrid Hilt

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