Der Sommer ist üblicherweise jene Jahreszeit in der landauf landab die Feuerwehren vor Ort die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür einladen. Bei Suppe, Schwenker, Grillwurst und Bier suchen die freiwilligen Feuerwehrleute das Gespräch mit den Menschen, um darauf aufmerksam zu machen, dass Brandschutz eine gemeinschaftliche Aufgabe ist und dass er ohne ehrenamtlichen Einsatz nicht sichergestellt werden kann. Deshalb sind die üblicherweise als Feuerwehrfest bekannten Veranstaltungen auch immer ein stückweit Werbung in eigener Sache.

Feste und Gemeinschaft gehen jedoch einher mit Nähe. Und die ist im laufenden Jahr aufgrund Covid-19 tabu. Vor diesem Hintergrund übt auch die Freiwillige Feuerwehr Oberbexbach den Verzicht und hat erst einmal ihren beliebten zweitägigen Tag der offenen Tür abgesagt. Der sollte in diesem Jahr auch den Rahmen bieten, das 60jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr zu feiern, die im nördlichen Kreisgebiet die älteste Jugendwehr ihrer Art ist. Jubiläum und Tag der der offenen Tür sind nun erst einmal auf das kommende Jahr verschoben. Dennoch wollen die Feuerwehrleute um Löschbezirksführer Manfred Metzinger Präsenz zeigen und ein deutliches Signal in Richtung Bevölkerung setzen: „Es ist noch Suppe da!“

Am Sonntag, 16. August, 11 bis 14 Uhr, organisieren die Wehrleute als Ersatz für ihr Feuerwehrfest ein Ebsensuppen Drive-in vor dem Gerätehaus Am Stockwäldchen. Die beliebte Erbsensuppe wird gekocht und man braucht sie nur noch mit dem Auto im mitgebrachten Gefäß abzuholen. Für drei Stunden avanciert also die Feuerwehr Oberbexbach zum Suppen-Schnellrestaurant mit Autoschalter.

„Uns geht es einfach darum zu zeigen, dass wir trotz Corona auch in gesellschaftlicher Hinsicht für die Bevölkerung da sind“, so Löschbezirksführer Metzinger. Mit Flyer und Plakaten werden die Wehrleute in den kommenden Tagen ihre Aktion bewerben. Eine Werbung in zweifacher Hinsicht. Denn, so Metzinger, „wir wollen damit natürlich auch zeigen, dass die Feuerwehr zwar da ist, dass sie aber immer auch freiwillige Helfer und Nachwuchskräfte für die Bambini- und Jugendabteilung braucht.“

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