Mit einem prominenten Spitzenduo zieht die saarländische FDP in den Wahlkampf: Bei der Landesvertreterversammlung im Sportcampus der Universität bestätigten die Delegierten am vergangenen Samstag Jorgo Chatzimarkakis und Landeschefin Angelika Hießerich-Peter auf den ersten beiden Plätzen der Landesliste. Im April 2027 entscheiden die Wählerinnen und Wähler über die Zusammensetzung des neuen Landtags.

Der Vorschlag des Landesvorstands ging dabei nicht ohne Reibung durch. Je nach Blickwinkel wurde die Versammlung als kontrovers oder schlicht als lebendige Demokratie wahrgenommen. Am Ende aber stand das vom Vorstand favorisierte Tandem dort, wo es geplant war: auf den Plätzen eins und zwei.

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Für Spannung sorgte vor allem Ralf Armbruster aus Blieskastel. Der Überraschungskandidat hatte sich zunächst um die Spitzenkandidatur beworben und sicherte sich in einer Kampfabstimmung schließlich den dritten Listenplatz. Dahinter folgt Julian Brenner, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen, der ohne Gegenkandidaten auf Platz vier gewählt wurde. Den fünften Rang belegt Patrick Leo, stellvertretender Kreisvorsitzender von Saarbrücken-Stadt.

Komplettiert wird die Liste auf den Plätzen sechs bis zehn von Klaus Kieser, Roland König, Hennig Michel, Jan Reiter und Willi Zimmerling.

Spitzenkandidat Chatzimarkakis nutzte seinen Auftritt für eine deutliche Positionierung. Die Liberalen würden in der politischen Mitte dringend gebraucht, um die Zukunft des Saarlandes zu sichern, so seine Botschaft. Er warnte zugleich vor den radikalen Rändern links wie rechts, die nach seiner Einschätzung beide die industrielle Basis des Landes preisgeben wollten. Auch eine rot-rot-grüne Konstellation bedeute aus seiner Sicht das wirtschaftliche Aus für die Region.

Inhaltlich setzt die FDP auf drei Schwerpunkte: Bildung mit besonderem Augenmerk auf Sprachbildung vom Kindergarten bis zur Berufsschule, konkrete Unterstützung für Mittelstand und Industrie sowie digitale Souveränität. Sein Kurs lasse sich knapp zusammenfassen, sagte Chatzimarkakis: „Machen! Machen was richtig ist!“

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