Nach nur einem Punkt aus vier Spielen und gleich mehreren herben Klatschen ist beim FC 08 Homburg erst einmal wieder graues Mittelmaß angesagt. Vor dem Spiel beim Bahlinger SC steht man zwar noch Platz 5 der Regionalliga Südwest, hat aber weiterhin acht Punkt Rückstand auf Spitzenreiter SSV Ulm. Erste Rufe nach einem Trainerwechsel werden laut. Beirren lässt sich Coach Timo Wenzel davon aber nicht.

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„Das interessiert mich nicht“, betont Trainer Wenzel. Gemeint sind die immer vernehmlicher werdenden Stimmen nach einem Trainerwechsel. Der wird in sozialen Medien offen gefordert, nach der 0:3-Pleite gegen den FSV Mainz 05 II waren ebenfalls vereinzelt „Trainer raus“-Rufe zu vernehmen. Nicht viele, aber sie waren eben da. Damit müsse man in dem Geschäft einfach klarkommen, meint Wenzel. „Ich bin aber jemand, der kämpft und ich mache ganz normal weiter.“

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Normal weiter machen heißt auch, sein Team auf das Spiel beim Bahlinger SC vorzubereiten. Keine ganz einfache Aufgabe nach einem Punkt aus vier Spielen und einer Tordifferenz von 2:10 Toren. Aus großer Euphorie und 3000 Zuschauern im Heimspiel gegen Ulm ist miese Stimmung im Umfeld und gerade noch knapp 1000 Zuschauer beim Match gegen den FSV Mainz 05 II geworden. „Wir haben einfach gerade einen Durchhänger, es ist leider in einer Saison so, dass du Höhen und Tiefen hast“, versucht Wenzel zu beruhigen. „Wir brauchen einfach ein Erfolgserlebnis.“

Das am besten am kommenden Samstag beim Tabellenneunten Bahlinger SC. Der hat in den letzten Partien auch nicht gerade überzeugt, holte aus den letzten vier Spielen nur drei Punkte. „Das ist rrotzdem eine sehr unangenehme Mannschaft“, sagt Wenzel über das Team von Trainerkollege Axel Siefert. „Wir müssen da an die Leistungsgrenze gehen.“ Mut dürfte aus Sicht der Grün-Weißen machen, dass die immer noch zweitbeste Offensive auf die zweitschwächste Abwehr der Liga trifft.

Wobei zur Wahrheit dazugehört, dass auch die Homburger Angriffsbemüühungen in den letzten Spielen stark zu ünschen übrig ließen. Wären zwei Treffer aus vier Partien ohnehin schon zu wenig für ein Spitzenteam, so fielen diese beiden auch noch aus Standardsituationen. „Die Leistung von Thomas Gösweiner und Fabian Eisele war in den letzten Wochen einfach nicht so gut“, erklärt Wenzel, wieso er gegen Mainz reagierte und beide Stamm-Stürmerspitzen zunächst auf der Bank ließ. Für sie stürmte Youngster David Hummel, der noch einer der besten Homburger war. „David hat das sehr gut gemacht“, findet auch sein Coach. Durchaus möglich also, dass Hummel gegen Bahlingen wieder von Anfang an auflaufen darf.

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Ausgeschlossen ist ein Startelfeinsatz bei Innenverteidiger Michael Heilig, der gegen Mainz schon nach drei Minuten die Ampelkarte sah und den Grün-Weißen somit zwei Spiele fehlen wird. Sehr wahrscheinlich, dass für ihn Lukas Hoffmann in die Abwehrkette rückt. „Wir wollen nicht zu viel umstellen in der Viererkette“, deutet Wenzel zumindest an, dass es ansonsten keine Änderungen in der Defensive geben könnte. Wobei der Coach aus dem Vollen schöpfen kann, alle Spieler sind fit für das Spiel beim BSC. Zumindest personell herrschen also beste Voraussetzungen, um mal wieder einen Dreier einzufahren. Ansonsten dürften die Rufe nach einem Trainerwechsel im grün-weißen Umfeld immer lauter werden.

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