Rund 800 Menschen im Saarland erhalten jedes Jahr die Diagnose Darmkrebs – und nahezu jeden Tag stirbt eine Betroffene oder ein Betroffener an den Folgen. Zum Start des Darmkrebsmonats März ruft das saarländische Gesundheitsministerium dazu auf, die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen, die ab dem 50. Lebensjahr zur Verfügung stehen.
Das Tückische an dieser Krebserkrankung: Sie entwickelt sich lange Zeit ohne spürbare Symptome. Wer keine Beschwerden hat, sieht oft keinen Anlass, zum Arzt zu gehen. Genau darin liegt die Gefahr, denn je später ein Tumor entdeckt wird, desto geringer sind die Heilungschancen. Frühzeitig erkannt, lässt sich Darmkrebs dagegen in vielen Fällen erfolgreich behandeln oder sogar ganz verhindern.
Für Männer und Frauen ab 50 Jahren übernehmen die Krankenkassen die Kosten zweier zentraler Untersuchungen. Zum einen ist das die Vorsorgedarmspiegelung, bei der Ärztinnen und Ärzte Vorstufen von Tumoren direkt erkennen und entfernen können. Zum anderen steht ein regelmäßiger Stuhltest auf verstecktes Blut zur Verfügung, der als niedrigschwelliger Einstieg in die Früherkennung gilt. Das Ministerium appelliert ausdrücklich, das Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt zu suchen und sich über die individuell passende Vorsorge beraten zu lassen.
Neben der medizinischen Früherkennung spielt der persönliche Lebensstil eine erhebliche Rolle bei der Senkung des Darmkrebsrisikos. Wer seinen Speiseplan mit reichlich Gemüse, Vollkornprodukten und ballaststoffreichen Lebensmitteln gestaltet, tut seinem Darm nachweislich Gutes. Gleichzeitig empfehlen Fachleute, den Konsum von Wurst und rotem Fleisch deutlich einzuschränken. Auch ein maßvoller Umgang mit Alkohol, regelmäßige körperliche Bewegung und der Verzicht auf Zigaretten tragen dazu bei, das individuelle Erkrankungsrisiko messbar zu senken.
Der Darmkrebsmonat März soll jedes Jahr aufs Neue daran erinnern, dass Vorsorge keine lästige Pflicht ist, sondern eine echte Chance. Gerade im Saarland, wo die Fallzahlen nach wie vor hoch sind, kann ein gesteigertes Bewusstsein für Früherkennung Leben retten. Die Botschaft des Gesundheitsministeriums ist dabei so einfach wie dringlich: Wer die angebotenen Untersuchungen nutzt und auf eine gesunde Lebensweise achtet, hat es selbst in der Hand, sein Risiko deutlich zu verringern.




















