Einöd hat wieder gezeigt, dass Kerwe-Brauchtum lebendig ist. Fünf Tage lang, von Freitag bis Dienstag, feierte das Dorf seine „Ehnedder Kerb“ – mit Straußjugend, Musik, Festzelt, Umzug und Kerweredd. Trotz wechselhaftem Wetter wurde deutlich: Die Einöder Kerb bleibt ein Höhepunkt im Jahreskalender.
Schon am Freitagabend füllte sich das Festzelt auf dem Dorfplatz. Mit der Band „Fooling Around“ fiel der Startschuss für die Kerb 2025. Die Stimmung war ausgelassen, die Tanzfläche schnell gefüllt – und das Fest damit offiziell eröffnet.
Der Samstag stand im Zeichen der Tradition. Ortsvorsteher Karl Schubert schlug gemeinsam mit der Straußjugend das Fass an. Routiniert und mit kräftigem Schlag zapfte er das erste Bier an, begleitet vom Applaus der Gäste. Zuvor hatten vier Mitglieder der Straußjugend – Eric, David, Pauline und Nils – über ihre Aufgaben und die Bedeutung der Kerb berichtet. In diesem Jahr zählen vier Jungs und sechs Mädchen zur Gruppe. Sie erinnerten an die gelungene Kerb 2024 und hofften, dass auch das aktuelle Fest gut verlaufen würde.
Am Samstagabend wurde im Festzelt weitergefeiert. Die Band „Roast Beat“ brachte das Publikum zum Tanzen und Singen. Höhepunkt des Abends war das Feuerwerk, das den Himmel über Einöd in bunten Farben erstrahlen ließ. Danach ging es mit Musik und ausgelassener Stimmung bis in die frühen Morgenstunden weiter.
Organisiert wird die Kerb seit 2023 vom Verein „Brauchtum, Region, Erbe und Kultur e.V.“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Fest zu bewahren und gleichzeitig weiterzuentwickeln. Dass diese Arbeit Früchte trägt, zeigte sich eindrucksvoll: Die Kerb bleibt attraktiv, verbindet Generationen und zieht viele Besucherinnen und Besucher an.
Umzug mit sechs Sträußen
Am Sonntag wartete mit dem Kerweumzug ein Höhepunkt des Festwochenendes. Trotz Nieselregen zogen Straußjugend, Feuerwehr und Musik durch die Straßen. Sechs prächtige Sträuße wurden von Straußbube und Straußmääde an verschiedenen Lokalitäten aufgestellt.
Angeführt wurde der Zug von der Marching Band des Fanfarencorps Völklingen 1955 e.V., die nicht nur musikalisch, sondern auch durch ihre präzisen Formationen überzeugte. Begleitet von Applaus und guter Laune trotzte der Umzug dem Regen – eine eindrucksvolle Demonstration der Lebendigkeit der Tradition.
Humorvolle Kerweredd
Zurück im Festzelt warteten die Besucherinnen und Besucher gespannt auf die Kerweredd. Kerwepfarrerin Larissa Ebel und ihr Team nahmen das Dorfgeschehen des vergangenen Jahres humorvoll unter die Lupe. Von abenteuerlichen Backpacker-Reisen über kuriose Vorfälle mit Hund und Maus bis hin zu einer sportlichen Hochzeit reichte die Palette der Anekdoten. Auch Missgeschicke auf glattem Eis fanden Erwähnung. Begleitet von Stefan „Ebban“ Grub am Keyboard wurde die Kerweredd zu einem unterhaltsamen Höhepunkt, bei dem sich viele Gäste wiedererkannten und herzlich lachten.
Die „Ehnedder Kerb“ zeigte einmal mehr, was dieses Fest ausmacht: gelebtes Brauchtum, das Jung und Alt verbindet. Die Straußjugend, die Organisatoren des Vereins und die Bevölkerung trugen gemeinsam dazu bei, dass auch die Kerb 2025 ein voller Erfolg wurde. Trotz Regen am Sonntag blieb die Stimmung fröhlich, die Veranstaltungen gut besucht, und die Kerb machte ihrem Ruf als fester Bestandteil des Dorflebens alle Ehre. Mit ihrem Mix aus Tradition, Musik und Geselligkeit ist sie ein lebendiges Stück Heimat – und wurde 2025 gebührend gefeiert.
Alle Bilder: Friedel Simon





























































































































































