Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung

Enge Gänge, steile Treppen und nur das Licht der Helmlampen: Mitten in den Homburger Schlossberghöhlen probte die Feuerwehr am Dienstag, 30. September, den Ernstfall. Gemeinsam mit den Löschbezirken Wörschweiler und Homburg-Mitte wurde der Sonderalarmplan umgesetzt, den das Bergamt Saarbrücken alle drei Jahre vorschreibt. Ziel ist es, die Einsatzkräfte auf Notfälle in dem weit verzweigten Höhlensystem vorzubereiten.

Das Übungsszenario sah vor, dass ein Besucher von einer Eisentreppe stürzt und verletzt liegen bleibt. Die Person war zwar ansprechbar, konnte aber ihre Beine nicht bewegen. Für die Feuerwehrleute hieß das: schnell handeln und klare Schritte einleiten. Unter Leitung von Uwe Neumann, stellvertretender Löschbezirksführer von Wörschweiler, erreichten die ersten Kräfte den Verletzten, beruhigten ihn und bereiteten die Rettung vor.

Anzeige

Mit Hilfe einer Schleifkorbtrage wurde der Mann vorsichtig aus seiner Lage befreit und in Richtung Ausgang gebracht. In den engen und unwegsamen Passagen war Teamarbeit gefragt, jeder Griff musste sitzen. Die Kommunikation verlief ruhig und strukturiert – eine Stärke, die von den Verantwortlichen später besonders hervorgehoben wurde.

Am Höhleneingang wartete bereits der Löschbezirk Homburg-Mitte. Unter Führung von Ralf Wittmann wurde der Verletzte auf einer sogenannten Mule, einem geländegängigen Transportfahrzeug, fixiert. Von dort ging es über den Waldweg hinaus bis zur Schlossberghöhlenstraße, wo die Übergabe an einen Rettungswagen geprobt wurde. So konnte das Szenario von der Erstversorgung bis zum Abtransport realitätsnah durchgespielt werden.

Anzeige

Nach Abschluss der Übung zeigte sich Löschbezirksführer Peter Nashan zufrieden mit dem Ablauf und lobte die Wehrleute für ihren ruhigen und professionellen Einsatz. Auch Uwe Neumann betonte, dass die Kommunikation mit dem Verletzten vorbildlich gewesen sei. „Die Fragen wurden klar gestellt, die Person beruhigt und jeder Schritt verständlich erklärt“, fasste er zusammen.

Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung

Von Seiten des Bergamts Saarbrücken begleiteten Matthias Kuhn und Jens Keller die Übung. Sie zeigten sich ebenfalls zufrieden und erinnerten an die Bedeutung regelmäßiger Trainings. Höhlenführer Markus Orth wies darauf hin, dass Feuerwehrleute jederzeit freien Eintritt in die Schlossberghöhlen haben und so Gelegenheit hätten, sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen. „Wir unterstützen Sie gerne dabei“, sagte er – ein Hinweis, der von den Beteiligten dankbar aufgenommen wurde.