Symbolbild

Der saarländische Bundestagsabgeordnete und FDP-Landesvorsitzende Oliver Luksic kritisiert die Standortpolitik der saarländischen Landesregierung scharf. Auslöser ist die Ankündigung von Ford, den Produktionsstandort Köln künftig weiter auszubauen.

„Die Entscheidung von Ford den Standort Köln mit Milliarden zum Hub für Elektromobilität auszubauen ist ein Debakel für den Fahrzeugbau im Saarland. Während NRW-Ministerpräsident Laschet Investitionen verkünden kann, steht die saarländische Landesregierung nach der Absage von Schäffler für Homburg nun mit der zweiten Hiobsbotschaft in kurzer Zeit da. Ich habe mehrfach vor Stillstand und unzureichender Standortpolitik gewarnt. Die großen Koalitionen in Berlin und im Land setzen allerdings einseitig auf batteriegetriebene E-Mobilität statt Technologieoffenheit. In Summe gehen viele Arbeitsplätze im Saarland verloren. Immer strengere Vorgaben und zuletzt die Debatten um den Green New Deal und eine verschärfte Euro-7 Abgasnorm haben die gesamte Branche verunsichert. Die erfolgreiche Verbrenner-Produktion wird abgewickelt, während auch eine Produktion von Plug-In Hybriden auf der Kippe steht. Die Transformation von Werken im Bestand darf nicht weiter ignoriert werden, sonst droht ein Verlust von Wertschöpfung, Arbeitsplätzen und Innovation im Saarland. Die Landesregierung muss ihren Ankündigungen endlich Taten folgen lassen, damit der Strukturwandel mit Zukunftstechnologien erfolgreich vorankommen kann. Dazu gehört auch, zeitnah auf die Konzernspitze von Ford zuzugehen, um den Standort Saarlouis zukunftsfest zu machen.“

„Ford hat sich bei der Elektromobilität für Köln und gegen Saarlouis entschieden. Die beabsichtigte Ansiedlung eines chinesischen Batteriewerks hat Ford nicht überzeugen können, Saarlouis für die Elektromobilität zu favorisieren. Die Landesregierung hat versagt und konnte keine erfolgreiche Überzeugungsarbeit leisten,“ betont der Fraktionsvorsitzende der AfD-Landtagsfraktion, Josef Dörr.

„Weder die Wirtschaftsministerin noch der Ministerpräsident fanden bisher den Weg nach Detroit. Sie warteten bis sie gerufen werden. Nun ist die Entscheidung gefallen. Als Saarländer hätte man erwarten können, dass ein Bundeswirtschaftsminister sich in Detroit für das Saarland einsetzt. Diese Landesregierung lässt den Betriebsrat von Ford allein mit der Bewältigung der Zukunftsängste. Es muss endlich eine Entscheidung her, wie es mit Ford Saarlouis weitergeht. Die Landesregierung muss aus ihrer Lethargie erwachen.“

 

 

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