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Europäische Vernetzung als fester Bestandteil des Schulalltags: 22 Schulen aus elf Bundesländern dürfen sich ab sofort mit dem eTwinning-Schulsiegel 2026–2027 schmücken. Unter den ausgezeichneten Einrichtungen ist auch das Christian-von-Mannlich-Gymnasium in Homburg, das als einzige saarländische Schule in diesem Jahrgang gewürdigt wird. Vergeben wird die Auszeichnung von der zentralen Koordinierungsstelle in Brüssel, die den digitalen europaweiten Austausch im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ steuert.

Das Siegel honoriert Schulen, die europäische Zusammenarbeit nicht als Zusatzprojekt begreifen, sondern tief in ihrem pädagogischen Konzept verankert haben. Konkret bedeutet das: Schülerinnen und Schüler arbeiten ko-kreativ mit Partnerklassen in anderen europäischen Ländern zusammen, erwerben digitale Kompetenzen in der Projektarbeit und werden als aktive Gestalterinnen und Gestalter des schulischen Alltags ernst genommen. Gleichzeitig setzen die ausgezeichneten Einrichtungen auf inklusive und innovative Lernräume sowie auf die kontinuierliche Fortbildung ihrer Lehrkräfte. Damit nehmen sie eine Vorbildfunktion für ihr jeweiliges lokales Umfeld ein.

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Das Homburger Gymnasium, ein neusprachliches und naturwissenschaftliches Gymnasium des Saarpfalz-Kreises mit bilingualem Englisch-Zug unter der Leitung von Oberstudiendirektor Dirk Kleemann, reiht sich damit in ein bundesweites Netzwerk engagierter Schulen ein. Die Lehrkräfte der prämierten Einrichtungen tauschen untereinander Erfahrungen aus, planen gemeinsame Onlineprojekte und werden zu europäischen Veranstaltungen eingeladen, die sich gezielt an Vertreterinnen und Vertreter von eTwinning-Schulen richten.

Besonders stark vertreten ist in diesem Jahrgang Nordrhein-Westfalen mit sechs ausgezeichneten Schulen, darunter das Berufskolleg Meschede, die Gesamtschule Münster Mitte, die Gesamtschule Nord Essen, die Geschwister-Scholl-Gesamtschule Moers sowie das Goerdeler-Gymnasium und das Pelizaeus-Gymnasium in Paderborn. Hessen stellt mit der Georg-Büchner-Schule Rodgau, der Heinrich-Böll-Schule Hattersheim und den Kaufmännischen Schulen Marburg drei Einrichtungen. Aus Niedersachsen sind das Campe-Gymnasium Holzminden und das Teletta-Groß-Gymnasium Leer dabei, aus Rheinland-Pfalz das Gymnasium Saarburg und die Mainzer Steinhöfelschule. Bayern ist mit dem Feodor-Lynen-Gymnasium Planegg und der Staatlichen Realschule Elsenfeld vertreten, Berlin mit der Finow-Grundschule und der Klax International School. Hinzu kommen die Otto-Tschirch-Oberschule in Brandenburg an der Havel, die Gerhard-Rohlfs-Oberschule in Bremen, die Kaufmännischen Schulen Lahr aus Baden-Württemberg sowie die Staatliche Regelschule Küllstedt in Thüringen.

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Bemerkenswert ist, dass in diesem Jahr vier Schulen aus dem Bereich der beruflichen Bildung unter den Geehrten sind. Drei Einrichtungen erhalten das Siegel sogar zum zweiten Mal in Folge, was die Nachhaltigkeit ihres europäischen Engagements unterstreicht. Die Auszeichnung gilt jeweils für zwei Jahre, danach können sich die Schulen erneut bewerben.

eTwinning ermöglicht über die European School Education Plattform den digitalen Austausch zwischen Schulen in ganz Europa. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte arbeiten dabei in Projekten zu selbst gewählten Themen zusammen. In Deutschland wird das Programm von der Nationalen Koordinierungsstelle beim Pädagogischen Austauschdienst des Sekretariats der Kultusministerkonferenz betreut, die teilnehmende Schulen mit Beratung, Fortbildungen und Unterrichtsmaterialien unterstützt. Für Schulen, die ihre internationale Ausrichtung stärken wollen, bietet das Programm damit einen niedrigschwelligen und zugleich wirkungsvollen Einstieg in die europäische Bildungszusammenarbeit.

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