Vier Einsätze in drei Tagen – das Maiwochenende hat den ehrenamtlichen Kräften der Feuerwehr St. Ingbert kaum eine Verschnaufpause gelassen. Vom Vegetationsbrand über eine Personenrettung bis hin zu einem schweren Verkehrsunfall auf der L244 reichte das Spektrum der Alarmierungen, die zwischen dem 1. und 3. Mai abgearbeitet werden mussten. Bereits in der Hexennacht hatte ein tödlicher Unfall die Einsatzkräfte gefordert.
Den Auftakt am Freitagnachmittag bildete ein Flächenbrand oberhalb von Oberwürzbach. Gegen 15:30 Uhr rückte die Feuerwehr Oberwürzbach in den Bereich Römerweg aus, wo mehrere kleinere Vegetationsflächen in Flammen standen. Mit zwei C-Strahlrohren brachten die Einsatzkräfte die Brandstellen zügig unter Kontrolle und verhinderten, dass sich das Feuer weiter ausbreiten konnte.
Nur wenige Stunden später, gegen 19 Uhr, folgte der nächste Alarm – diesmal in der Südstraße. Dort befand sich eine Person auf einem Balkon in einer Notlage. Die Feuerwehr verschaffte sich Zugang zur Wohnung und konnte die betroffene Person sicher in Obhut bringen. Details zu den Hintergründen der Notlage wurden nicht mitgeteilt.
Am Samstagnachmittag gegen 15:45 Uhr ging es für die Drehleiter der St. Ingberter Wehr nach Spiesen. Dort hatte in einer Betreuungseinrichtung eine Brandmeldeanlage angeschlagen. Nach der Erkundung vor Ort gaben die Einsatzkräfte jedoch rasch Entwarnung: Weder Rauch noch offenes Feuer waren feststellbar, der Einsatz konnte schnell beendet werden.
Der mit Abstand aufwendigste Einsatz des Wochenendes ereignete sich am Sonntagabend. Gegen 19:45 Uhr war auf der L244 zwischen St. Ingbert und Schnappach ein Pkw von der Fahrbahn abgekommen und in einen Graben geraten. Als die Rettungskräfte eintrafen, bot sich ihnen ein ungewöhnliches Bild: Am Unfallfahrzeug war niemand anzutreffen, und es blieb zunächst völlig unklar, wie viele Personen sich zum Zeitpunkt des Unfalls im Wagen befunden hatten.
Die Feuerwehr Sulzbach übernahm die Sicherung des Fahrzeugs und schickte Fußtrupps zur Personensuche in das umliegende Gelände. Parallel setzte die Feuerwehr St. Ingbert zwei Drohnen mit Wärmebildtechnologie sowie ein UTV ein, um das Gebiet systematisch abzusuchen. Trotz des erheblichen Aufwands konnte keine vermisste Person aufgefunden werden. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen zu dem Vorfall übernommen. Während der gesamten Suchaktion war die Landstraße voll gesperrt.
Für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Freiwilligen Feuerwehr St. Ingbert summierte sich das verlängerte Wochenende damit zu einer beträchtlichen Belastung. Die Bandbreite der Einsätze – vom Flächenbrand über die Rettung einer hilflosen Person bis zur großangelegten Suche mit moderner Drohnentechnik – zeigt einmal mehr, wie vielfältig die Anforderungen sind, denen sich die Freiwilligen Feuerwehren im Saarpfalz-Kreis tagtäglich stellen.















