Die Organisatoren des deutsch-türkischen Tulpenfestes tragen sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Michael Forster, Bürgermeister Manfred Rippel und dem Beigeordneten Philipp Scheidweiler in das Goldene Buch der Stadt Homburg ein. Foto: Jürgen Kruthoff
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Es ist das einzige Fest seiner Art in ganz Deutschland – und seit kurzem offiziell als immaterielles Kulturerbe des Saarlandes anerkannt: Das deutsch-türkische Tulpenfest in Homburg hat eine Auszeichnung erhalten, die nun auch im Goldenen Buch der Kreisstadt verewigt wurde. Oberbürgermeister Michael Forster lud die beiden Hauptorganisatoren Nurettin Tan und Klaus Friedrich ins Rathaus ein, um ihren jahrelangen Einsatz für das interkulturelle Fest gebührend zu würdigen.

Die Zeremonie fand im Beisein von Bürgermeister Manfred Rippel und dem Beigeordneten Philipp Scheidweiler statt – ein Zeichen dafür, welchen Stellenwert das Tulpenfest mittlerweile in der Homburger Stadtpolitik genießt. Forster machte in seiner Ansprache deutlich, dass der Eintrag ins Goldene Buch weit mehr sei als eine formale Geste. „Dass das deutsch-türkische Tulpenfest zum immateriellen Kulturerbe des Landes gehört, ist etwas ganz Besonderes, auf das wir stolz sind, auch weil es das einzige Fest dieser Art in ganz Deutschland ist“, sagte der Oberbürgermeister.

Mit der Aufnahme in das Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes habe das Fest eine Anerkennung erfahren, die den langjährigen Einsatz aller Beteiligten sichtbar mache, so Forster weiter. Er verwies darauf, dass die Veranstaltung nicht nur in der Bevölkerung großen Zuspruch finde, sondern auch politisch breit getragen werde. Regelmäßig seien Vertreterinnen und Vertreter des türkischen Konsulats in Mainz sowie der saarländischen Landesregierung unter den Gästen. „Außerdem passt dieses Fest, das für ein lebendiges Miteinander, für Offenheit und für Integration steht, sehr gut in die Zeit, da es sich nicht nur an die deutsche und türkischstämmige Bevölkerung richtet, sondern dort stets viele Nationalitäten vertreten sind“, betonte der Verwaltungschef.

Foto: Jürgen Kruthoff

Auch Rippel und Scheidweiler hoben hervor, wie viele Vereine und Gruppen das Tulpenfest mittragen und wie reibungslos die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung funktioniere. Tan und Friedrich nahmen die Ehrung mit sichtbarer Freude entgegen, machten aber zugleich klar, dass sie sich stellvertretend für die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in das Goldene Buch eintrügen. Ihr besonderer Dank galt der Grünflächenabteilung und dem Baubetriebshof der Stadt, ohne deren Unterstützung das Fest in dieser Form nicht möglich wäre.

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Beide Organisatoren unterstrichen, dass Begegnung, kultureller Austausch und gelebte Integration den Kern der Veranstaltung ausmachten. Das gesamte Fest werde ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis organisiert – ein Umstand, der die Auszeichnung als immaterielles Kulturerbe in ihren Augen besonders wertvoll macht.

Die nächste Gelegenheit, das Tulpenfest selbst zu erleben, bietet sich am Sonntag, 26. April, im Homburger Stadtpark. Dann findet die Veranstaltung bereits zum zwölften Mal statt. Wie in den Vorjahren werden Tausende Tulpen als verbindendes Symbol zwischen Orient und Okzident den Park in ein Farbenmeer verwandeln – und einmal mehr zeigen, dass Integration vor Ort ganz konkret gelingen kann.

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