Unser Foto zeigt die Abiturienten des Jahrgangs 2020 der gemeinsamen Oberstufe der Gemeinschaftsschulen Bexbach, Neunkirchen und Schiffweiler. - Foto: Schule

Die Corona-Pandemie hat dafür gesorgt, dass der Abiturjahrgang 2020 im Geschichtsbuch des Gemeinschaftsschulen-Trios Bexbach, Neunkirchen und Schiffweiler einen exponierten Platz in einem besonderen Kapitel einnehmen wird. Dass die vor Jahren von den drei Schulen gemeinsam eingerichtete Oberstufe ohnehin bereits im Normalbetrieb eine logistische und pädagogische Herausforderung darstellt, darüber wurde in der Vergangenheit oft genug berichtet.

Corona hat dies nun in einem kaum für möglich gehaltenen Ausmaß verschärft. Dies betraf die Vorbereitung auf das Abitur, die Prüfungen selbst und dann zu guter Letzt die gemeinsame Abschlussfeier. Die Planungen, wie und ob überhaupt eine Abifeier stattfindet und die Verhandlungen mit den zuständigen Ordnungsämtern in Bexbach und Neunkirchen gestalteten sich als schwierig. Am Ende blieben dann gerade mal zwei Tage Vorbereitungszeit übrig, um die Feier in der Gebläsehalle Neunkirchen zu organisieren.

Mit der neuen Verordnung durfte mit 150 Gästen geplant werden, was bedeutete, dass lediglich ein Elternteil oder Begleiter den festlichen Abschluss am Schulende miterleben konnte. Vielleicht aber waren es gerade die verschärfte Situation und misslichen Rahmenbedingungen, die sich motivierend auf die Leistungsbereitschaft der Oberstufenschüler ausgewirkt hatten. Meike Hoffmann, die Jahrgangsbeste der Bexbacher Galileo-Schule (Note 1,3) bestätigte das in ihrer Rede, als sie pointiert formulierte: „Unter Druck reifen Diamanten.“

Aus drei Schulen zusammengewürfelt hatten sich die Abiturienten zunächst einmal untereinander zusammenraufen und an einen neuen und einheitlichen Unterrichtsstil gewöhnen müssen. Individualität und Verschiedenheit hielten jedoch bis zum letzten Strich durch. Meike Hoffmann brachte das so auf den Punkt: „So unterschiedlich die Anforderungen an sich selbst, so unterschiedlich auch die Charaktere dahinter.“ Ihre Mitschülerin Kyra Brabänder (Jahrgangsbeste der Gemeinschaftsschule Neunkirchen) hatte sich etwa das Ziel gesetzt, den Scheffelpreis zu erhalten. Meike wusste nicht mal, dass es einen solchen gibt und war entsprechend perplex, als ihr Tutor Thomas Zender sie telefonisch beglückwünschte. Was sie auf dem Weg zum Abitur als persönliche Erfahrung machen durfte: „Ich finde es toll, wenn man auf ein bestimmtes Ziel mit voller Kraft hinarbeitet und vielleicht noch besser, sich zum Ziel zu setzen, immer das Beste aus sich herauszuholen.“

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