Römermuseum Schwarzenacker - Bild: Stephan Bonaventura

Bald kann man die Kunsthistorikerin Dr. Jutta Schwan und Kammerzofe Henrietta alias Monika Link wieder in der beliebten Vortragsreihe „K&K-Kunstgeschichte trifft Kammerzofe“ erleben.

Am Donnerstag, 7. Juli 2022, um 19 Uhr geben einmal mehr die Kunsthistorikerin Dr. Jutta Schwan und die Kammerzofe Henrietta (Monika Link) im Römermuseum Homburg-Schwarzenacker einen Einblick in die Barockzeit. Dieses Mal steht die damalige Wohnkultur im Vordergrund.

„Ich kenne das extravagante Flair des herzoglichen Interieurs auf Schloss Karlsberg wie keine andere: auserlesenste Möbel aus Paris, Gläser aus St. Louis, Porzellan aus China, Gemälde aus den Niederlanden“, stimmt Kammerzofe Henrietta auf den Abend ein und berichtet weiter von „zerbrochenem Porzellan durch den Schoßhund des Fräuleins von Montigny – ein Malheur, das im hochherrschaftlichen Inventar notiert wird! Und zu guter Letzt die ständigen Ermahnungen: ́Obacht auf die Bilder!`“

Gemeinsam mit der viel beschäftigten, stets bestens informierten Kammerzofe Henrietta und in sachkundiger Begleitung der Kunsthistorikerin Dr. Jutta Schwan erkunden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesem Abend die Zauberwelt des Feenschlosses auf dem Karlsberg. Und genau daran knüpft auch die Vitrine des Monats unter dem Motto ́Und alles lag in Scherben` an, auf die Philipp Scheidweiler als Geschäftsführer der Stiftung Römermuseum auch diesmal gerne hinweist.

Raritäten und Kostbarkeiten, Gemälde und andere Kunstschätze ergänzten sich zu einem facettenreichen Augenschmaus und spiegeln wider, wie die adeligen Häupter im 18. Jahrhundert residierten. Einst penibel in den Akten und Verzeichnissen jener Zeit für die Nachwelt auf Papier gebannt, erhalten wir dadurch ungeahnte Einblicke in innenarchitektonische Design-Vorlieben der Noblesse von damals“, so Dr. Jutta Schwan.

Hintergrund: Jubiläumsjahr 2022

Anno domini 1722. Seine Winzigkeit Christian IV. Herzog von Pfalz-Zweibrücken erblickt das Licht der Welt. Im Laufe seines 53 Lenze zählenden Lebens mausert er sich zu einem allseits beliebten Regenten. Der Kunst und den Wissenschaften gegenüber zeigt er sich aufgeschlossen, lenkt die Geschicke des Herzogtums mit Umsicht. Diese positiven Charakterzüge spiegeln sich noch heute auf dem in Öl gebannten Antlitz seines Porträts wider – erschaffen von Johann Christian von Mannlich, durch ihn in den Wirren der Revolution gerettet und heute in der Gemäldegalerie des Edelhauses in Schwarzenacker zu bewundern. 200 Jahre ist es her, dass dieser begnadete Künstler den Pinsel beiseitelegte und die Augen für immer schloss.

Beide Jubiläen bieten Anlass genug, diesen denkwürdigen Persönlichkeiten des Barock in unserer Region ein Potpourri von Veranstaltungen mit breitgefächerter Themenauswahl im Römermuseum Homburg-Schwarzenacker zu widmen.

Die Kunsthistorikerin Dr. Jutta Schwan vom Kulturmanagement des Saarpfalzkreises und die Kammerzofe Henrietta (Monika Link) präsentieren exklusiv im Römermuseum spannende Vorträge und fesselnde Führungen im Rahmen der Reihe „K&K. Kunstgeschichte trifft Kammerzofe“. Die Vitrine des Monats „Schaufenster Barock“ setzt in Form ausgewählter Exponate gekonnt ein Ausrufezeichen hinter die Präsentationen.

Teilnahmegebühr: 16,- €
Veranstaltungsort: Mannlichsalon des Edelhauses Beginn der Veranstaltung: 19:00 Uhr

Weitere Informationen unter:

https://www.roemermuseum-schwarzenacker.de/

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