Der Hausnotruf gibt Sicherheit in den eigenen vier Wänden.
 - Foto: A. Kossmann/DRK KV St. Ingbert

Rosemarie L. aus Blieskastel erging es wie vielen anderen. Ein falscher Tritt und die alleinstehende Witwe war in ihrem Einfamilienhaus gestürzt. Ihre Rufe hörte man lange Zeit nicht.

Damit sich dies nicht wiederholt, hat sie sich jetzt für einen Anschluss an das Hausnotrufsystem des Deutschen Roten Kreuzes entschieden, der ihr zukünftig mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden geben wird. Ansprechpartner für diese Hilfe war hier für sie der DRK-Kreisverband Sankt Ingbert. Die geschulten Mitarbeiter versorgten Frau L. von einer Erstberatung bis zur Installation und einem Testnotruf.

So wie Frau L. kann es jedem ergehen. Ein falscher Tritt im Garten oder auf einer Treppenstufe, ein Unwohlsein oder Schmerzen, Bewusstlosigkeit, Unterzuckerungen und vieles mehr können zu einem notwendigen Einsatz des Roten Kreuzes führen. Schon ein vermeintlich leichter Sturz kann fatale Folgen haben.

Wer körperlich beeinträchtigt ist, alleine lebt oder oft alleine ist, dem kann oftmals erst nach einer langen Zeit geholfen werden. 
Das Angebot des Hausnotrufes beim Deutschen Roten Kreuz kann dann eine große Erleichterung sein, schnelle Hilfe rufen und lange Wartezeiten vermeiden helfen.

Und wie funktioniert das Ganze? Ein kleiner Notrufknopf wird am Armgelenk oder als Kette getragen und durch einfachen Knopfdruck wird ein Hilferuf ausgelöst. Dies im Radius von etwa 30 Metern rund um eine kleine, in der Wohnung installierte Feststation. Dann weiß die Rettungsleistelle, zu der man mit dem Auslösen des Rufes automatisch einen Sprachkontakt herstellt, sofort, wer Hilfe benötigt, wo sich der Rufer befindet und kann alles Notwendige umgehend veranlassen.

Die Auslösung ist dabei nicht nur durch den mobilen Knopf möglich, sondern auch von der feststehenden Notrufanlage in der Wohnung, welche über einen normalen Telefonschluss und eine Stromversorgung von den Mitarbeitern des Roten Kreuzes vor Ort angeschlossen wird. Diese hat zudem eine weitere Funktion, denn neben einer roten Alarm-Taste gibt es noch eine gelbe Tagestaste, welche man optional morgens und abends drückt und somit signalisiert, dass alles in Ordnung ist. Eine weitere grüne Taste wird betätigt, wenn sich der Nutzer in längerer Abwesenheit wie zum Beispiel im Urlaub oder im Krankenhaus befindet. Auch dann weiß die Rettungsleitstelle, dass alles in Ordnung ist.

Im Falle einer Betätigung des Notrufknopfes werden bei Bedarf immer auch weitere Personen automatisch informiert. Dies können die nächsten Verwandten, aber auch Nachbarn oder Freunde sein. Beim Anschluss eines Hausnotrufsystems werden die entsprechenden Kontaktdaten mit Namen, Anschrift und Telefonnummer erfasst.

„Für mich ist der Hausnotruf eine große Erleichterung, ich fühle mich damit zu Hause jetzt einfach sicherer“, so Rosemarie L., welche das System nun seit dem 1. September nutzt. „Zwar kann ich mich im Notfall immer auf meine Nachbarn verlassen, aber auch diese können mich ja nicht immer und in jeder Situation rund um die Uhr hören“.

Selbst wenn sie den Notruf einmal versehentlich auslösen sollte, kann dies im persönlichen Kontakt mit der Rettungsleitstelle noch geklärt werden, so dass keine unnötige Anfahrt der Rettungskräfte entsteht. 
Zutritt in die Wohnung erhalten diese im Notfall durch einen hinterlegten Zweitschlüssel.

Preislich gibt es eine Monatsgebühr von derzeit 28,50 Euro, wobei die Pflegekasse bereits ab Pflegestufe Eins 23 Euro übernimmt. So dass sich der Eigenanteil auf 5,50 Euro reduziert. Der DRK-Kreisverband Sankt Ingbert bietet den Hausnotruf-Service neben zahlreichen anderen Hilfestellungen im Alltag an. Mit der Installation eines Hausnotrufs kann schnelle Hilfe gerufen und so unter Umständen auch Leben gerettet werden.

Ausführliche Informationen finden Interessierte auf der Internetseite www.kv-st-ingbert.drk.de oder sind bei der Kreisgeschäftsstelle erhältlich, Ansprechpartner ist Bruno Bradica unter Tel. (0 68 94) 10 01 10.

 

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