Corona-Tests gehören mittlerweile für viele Menschen zum Alltag – nicht zuletzt für Kinder und Jugendliche, die in ihren Schulen regelmäßig getestet werden. Wir haben in zwei Homburger Schulen nachgefragt, wie das klappt und was eigentlich passiert, wenn ein Test positiv ist.

Man kann mittlerweile schon fast von einem Ritual sprechen: Woche für Woche kommen die Lehrer im ganzen Saarland nicht nur mit ihren Büchern und Taschen in ihre Klassen, sondern auch mit einer speziellen Kiste. In der ist alles, was man zum Testen braucht. Schließlich stehen die Schulen in Corona-Zeiten unter besonderer Beobachtung. Viele Menschen treffen sich auf engem Raum, ein massiver Ausbruch kann eine ganze Klasse unter Umständen für mehrere Tage außer Gefecht setzen.

Symbolbild

Damit es soweit nicht kommt, wird sowohl in den Grundschulen als auch in den Gemeinschaftsschulen und Gymnasien zweimal die Woche getestet. „Das läuft erstaunlich gut“, erzählt die Direktorin der Robert-Bosch-Schule, Barbara Neumann. „Die Schüler testen sich selbst, das alles bei geöffneten Fenstern.“ Mitgebracht hat die Antigen-Schnelltests der jeweilige Lehrer, der in seiner Kiste auch Handschuhe und Desinfektionsmittel hat. Mit dabei sind natürlich auch die Listen, in denen alles protokolliert wird. 15 Minuten dauert es, bis die Ergebnisse feststehen. Das kontaminierte Material wird dann eingesammelt und gut verpackt in den Restmüll der Schule geworfen.

„Die Schüler kommen hervorragend mit den Tests zurecht, selbst die Kleinsten. Es gibt kein Gemecker“, so Neumann. Ähnliches berichtet auch Susanne Braul-Schönecker, Leiterin der Grundschule in Einöd. Dort werden wie an den anderen Grundschulen im Saarland sogenannte Lolli-Tests genutzt. Dies ist eine Art Lutschstab, der das Testen für die Kleinen vereinfacht. „Die Kinder machen da mittlerweile sehr gut mit“, so Braul-Schönecker. Außerdem gebe es kein Kind, das keine Erlaubnis zum Testen habe. Schließlich ist eine Test-Erlaubnis der Eltern erforderlich, die nicht an jeder Schule von allen Eltern unterschrieben wird. Ganz selten bringe ein Kind auch mal ein Zertifikat von einem Testzentrum mit. „Das erkennen wir dann aber natürlich auch an“, sagt Braul- Schönecker.

Die Grundschule in Homburg Einöd – Bild: David Rasp – (CC BY 4.0) Wikimedia

Sowohl an der Robert-Bosch-Schule als auch in Einöd sei die Zahl der Corona-Fälle gering, wie beide Schulleiterinnen berichten. Aber dennoch kommen eben auch positive Tests bei den Kindern und Jugendlichen vor. Was passiert dann eigentlich? „Das Kind wird behutsam aus der Klasse genommen und die Eltern werden sofort informiert“, erläutert Neumann das Prozedere. „Außerdem wird das Gesundheitsamt informiert.“

Das Gesundheitsamt entscheidet schließlich, wer aus der Schule sonst noch in Quarantäne muss. Das kann die Klasse sein, einzelne Schüler oder auch eine ganze Stufe, hier kommt es auf den Einzelfall an. Auf jeden Fall gilt nach einem positiven Test auch draußen auf dem Schulhof eine Maskenpflicht für die Kinder und Jugendlichen, die mit dem positiv getesteten Schüler in Kontakt standen, wie Braul-Schönecker erklärt. „In diesem Fall tragen die Kinder dann auf dem Schulgelände dann tatsächlich pausenlos Maske.“

Außerdem muss bei einem positiven Fall acht Schultage am Stück getestet werden. Dann wird das oben beschriebene Ritual noch öfter durchgeführt als ohnehin schon.

Vorheriger ArtikelGesetzliche Neuregelungen: Das ändert sich im Januar 2022
Nächster ArtikelTÜV-Verband fordert neuen Energieausweis für Gebäude

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.