„Der Ergebnis der Bundestagswahl ist eine Zäsur, die Union befindet sich in einer sehr, sehr schwierigen Lage, wir haben die Bundestagswahl verloren und das bedeutet für uns, dass wir auch unsere Rolle annehmen müssen. Mit einer gewissen Demut aber auch in staatspolitischer Verantwortung die Oppositionsrolle annehmen.“, so begann Ministerpräsident Tobias die heutige Pressekonferenz der CDU Saar. Was dann folgte, war so nicht vorherzusehen.

Selbstverständlich stehe man bereit wenn es darum gehe, dass ohne die Union keine Bundesregierung gebildet werden könne, so würde es aber aktuell nicht aussehen. „Die Zeichen, sie stehen auf Ampel“, so Hans. Die Oppositionsrolle für die CDU nach 16 Jahren Jahren unter Angela Merkel bedeutet ein Neuanfang. Es gehe dabei um einen Neuanfang was die inhaltliche Ausrichtung angeht aber auch ein Neuanfang was die Personalausrichtung angeht.

„Heute haben die Bundesministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundesminister Peter Altmaier mir und auch dem Kreisvorsitzenden der CDU Saar ein Angebot unterbreitet. Beide haben angeboten, ihr Bundestagsmandat nicht anzunehmen. Das bedeutet für uns in der CDU Saar, dass der Weg für einen Generationenwechsel freigemacht wird, dass Nadine Schön und Markus Uhl in den Deutschen Bundestag einziehen können. Ich finde das ist ein bemerkenswertes Angebot, das wir auch angenommen haben“ schilderte Hans die neue Situation.

Annegret Kramp-Karrenbauer: „Wir haben eine Situation, dass sich die CDU/CSU im Bundestag gerade neu findet. Jetzt besteht die Chance für Nadine Schön, die bisher schon eine Spitzenposition in der Fraktion innehatte, die Funktion weiter fortzuführen oder eine andere Spitzenposition und damit das Gesicht der CDU Saar in Berlin zu werden. Das Gleiche gilt für Markus Uhl als versierter Haushaltspolitiker, auch in Zukunft im Haushaltsausschuss wichtige Weichen für das Saarland stellen zu können“

Man müsse sich auf die neue Rolle und auf die Verantwortung für die Zukunft einstellen. Es sein insgesamt eine Situation, wo es eben nicht reichen würde nur zu schreiben, „die CDU oder die drei Buchstaben der CDU müssten größer geschrieben werden als das Ich“, es sein vielmehr eine der Situationen, wo man es auch tun muss, stellte Kramp-Karrenbauer klar.

Und Peter Altmaier: „Wir haben mit der Entscheidung, die wir einvernehmlich herbeiführen konnten sichergestellt, dass die CDU unsere saarländischen Interessen ohne Bruch – nicht nur in den nächsten 4 Jahren – sondern auch darüber hinaus vertreten kann. Wir haben sichergestellt, dass der Generationenwechsel stattfindet, zu einem Zeitpunkt, wo es notwendiger ist denn je.

Markus Uhl und Nadine Schön hatten selbst erst am heutigen Morgen von der Entscheidung erfahren. Entsprechend groß war die Freude. Uhl, der seine Wohnung nach dem verlorenen Wahlkampf gegen SPD Kandidat Esra Limbacher bereits gekündigt hatte, brachte es auf den Punkt: „Es war ein Wechselbad der Gefühle an einem besonderen Tag, der mich einmal mehr ganz sicher sein lässt, dass die CDU Saar eine ganz besondere Partei ist, die zusammensteht, die zusammenhält und alles in großer Geschlossenheit und Harmonie macht, mit klarem Fokus auf die Zukunft. Ich bin einfach dankbar und habe großen Respekt vor dieser Entscheidung.“

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