v.l.n.r.: Nathalie Kroj, Marianne Bullacher, Michael Rippel und Peter Fuchs - Foto: Bernhard Bullacher
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Die CDU-Fraktion im Homburger Stadtrat hat einen neuen Vorstand gewählt. Künftig wird Michael Rippel die größte, im Stadtrat vertretene, Fraktion leiten. Er folgt damit auf Dr. Stefan Mörsdorf, der das Amt des Vorsitzenden aus gesundheitlichen Gründen niederlegte und dies auch öffentlich in der Stadtratssitzung am 14. Oktober begründete.

Der 39-jährige Regierungsbeamte Michael Rippel gehört dem Stadtrat seit dem Jahr 2012 an und war zuletzt auch Stellvertreter von Mörsdorf.„Es ist uns gelungen einen neuen Vorstand aufzustellen, der die fachliche Bandbreite unserer Fraktion wiederspiegelt. Alle Fraktionsmitglieder waren vorab in Gespräche zur personellen Neuaufstellung eingebunden“, so Rippel.

Als Stellvertreter wurden Marianne Bullacher und Peter Fuchs gewählt. Der bisherige Stellvertreter Jürgen Portugall stellte sein Amt, wie Mörsdorf, zur Verfügung, beide gehören weiterhin dem Stadtrat an. Nathalie Kroj ist seit 2017 Geschäftsführerin der Fraktion und wurde im Amt bestätigt. Die geheime Wahl aller Positionen erfolgte einstimmig.

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Der neue Fraktionsvorsitzende Rippel zu den aktuellen Herausforderungen: „Es sind viele gute Projekte angestoßen und in der Planung. Unser oberstes Ziel ist, Homburg weiterzuentwickeln und lebenswert für alle Generationen zu gestalten. Hierzu zählen die Entstehung von neuen Quartieren wie am Zweibrücker Tor und westlich des Forums auf dem ehemaligen DSD-Gelände. Aber auch die Weiterentwicklung unserer Innenstadt sowie die Umsetzung von Verkehrsprojekten sind uns wichtig. Letzteres schließt neben Straßenbauprojekten auch den ÖPNV und die Umsetzung des neuen Radverkehrskonzeptes mit ein.“

Erschwerend würde sich derzeit die kommunalpolitische Situation rund um die ´Causa Rüdiger Schneidewind´gestalten, sagen die Homburger Christdemokraten. “Der Weg nach vorne wird immer wieder verlangsamt durch Altlasten der Vergangenheit, deren Aufarbeitung und Lösung sich zeitintensiv für den Stadtrat und den, die Verwaltung leitenden, Bürgermeister Michael Forster gestaltet.”, heißt es in einer öffentlichen Mitteilung.

Und weiter: “Am 28. November und schon vorab per Briefwahl haben die Homburger Bürgerinnen und Bürger die Entscheidung über einen Neuanfang selbst in der Hand. Die Handlungen des suspendierten OB Schneidewind haben die Stadt Homburg saarlandweit in ein negatives Licht gerückt. Daher rufen wir die Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an dieser Wahl auf, um gemeinsam die seit mittlerweile über zweieinhalb Jahre andauernde Hängepartie zum Wohle der Stadt Homburg zu beenden und klare Verhältnisse zu schaffen. Geht es in ein offenes Rennen um die Neubesetzung der Position des Oberbürgermeisters oder muss Homburg auch nach dem Abwahltag einen vom Dienst suspendiertes und bereits zweimal strafrechtlich verurteiltes Verwaltungsoberhaupt ertragen. Die Konsequenz aus letzterem Wahlausgang wäre, dass dem Oberbürgermeister 80% seiner regulären Bezüge weiterhin ausbezahlt würden, ohne dass die Stadt Homburg dafür eine Gegenleistung erhält.”

„Das Abwahlverfahren wurde, auf Initiative unserer Fraktion, mit lediglich einer Gegenstimme durch den Stadtrat eingeleitet, und wir werden in den nächsten Wochen unser Möglichstes dafür tun die Bevölkerung zu informieren und davon zu überzeugen mit Ja für die Abwahl des suspendierten OB und damit für einen Neuanfang unserer Heimatstadt zu votieren.“, so Michael Rippel abschließend.

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