Symbolbild Foto: MIBS/R. Khalil
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Rund 65,6 Millionen Euro fließen in die bauliche Neuordnung der Philosophischen Fakultät auf dem Campus Saarbrücken – ein Großteil davon, etwa 30,4 Millionen Euro, in die Modernisierung des bestehenden Gebäudes aus dem Jahr 1964. Damit zählt das Vorhaben zu den gewichtigsten Sanierungsprojekten, die das Saarland derzeit im öffentlichen Hochbau vorantreibt. Kurz vor dem Abschluss der Arbeiten machte sich Staatssekretär Torsten Lang vom Bauministerium vor Ort ein Bild vom Ergebnis.

„Es ist uns gelungen, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Klimaschutz und Baukultur in vorbildlicher Weise zu vereinen“, sagte Lang bei einem Rundgang durch das sanierte Gebäude. Die Dimension der Maßnahme verdeutliche, welchen Stellenwert die Landesregierung dem Abbau des Sanierungsstaus beimesse. „Schritt für Schritt schaffen wir so die Grundlage für eine leistungsfähige und nachhaltige öffentliche Infrastruktur“, so der Staatssekretär weiter.

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Dass das Gebäude unter Denkmalschutz steht, erwies sich im Planungsprozess nicht als Bremse, sondern als gestalterischer Impuls. Die Staatliche Hochbaubehörde nutzte die strukturalistische Architektur der 1960er Jahre als Ausgangspunkt, um flexible Büroeinheiten zu entwickeln, die sich vielfältig nutzen lassen. Charakteristische Elemente wie das Foyer und die Treppenhäuser blieben erhalten, ebenso die markante äußere Erscheinung des Baus. Gleichzeitig wurde die Fassade energetisch optimiert, der Glasflächenanteil neu austariert und eine Photovoltaikanlage installiert. Der Energiebedarf sinkt dadurch erheblich.

Foto: MIBS/R. Khalil

Ein weiterer Vorteil der Sanierung gegenüber einem Abriss und Neubau: Weil die vorhandene Betonkonstruktion erhalten blieb, konnten bereits eingesetzte Ressourcen weitergenutzt und erhebliche Mengen CO₂ eingespart werden. Das modernisierte Gebäude bietet künftig rund 6.900 Quadratmeter Nutzfläche und soll bei Lebensdauer und Betriebskosten mit einem Neubau mithalten können. Die Seminarräume der Fakultät ziehen derweil in einen benachbarten Neubau um, der ebenfalls als staatliche Hochbaumaßnahme entsteht und bald fertiggestellt werden soll.

Für die Universität des Saarlandes ist die Fertigstellung ein wichtiger Meilenstein. Universitätspräsident Ludger Santen betonte, die modernisierte Philosophische Fakultät werde wieder ein zentraler Ort für zeitgemäßes universitäres Arbeiten sein – „und ein sichtbares Zeichen dafür, dass Investitionen in den Bestand effizient, verantwortungsvoll und zukunftsorientiert sind“. Das Projekt steht damit exemplarisch für eine Strategie, die auf Erhalt und Weiterentwicklung vorhandener Bausubstanz setzt, statt reflexhaft auf Neubauten zu setzen. Ressourcen werden geschont, Kosten gesenkt und städtebauliche Werte bewahrt – ein Ansatz, der angesichts knapper Kassen und wachsender Klimaanforderungen weit über den Campus hinaus Relevanz besitzt.