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Der Homburger Bürgermeister Michael Forster äußert sich zufrieden über aktuelle Informationen, wonach in diesem Jahr keine Entscheidung mehr über den Ausbau des Zweibrücker Outlets fallen wird. „Es ist für uns in Homburg, vor allem aber für unsere Gewerbetreibenden und unsere Innenstadt, die es mit allen Mitteln zu schützen gilt, ein gutes Zeichen, dass sich die Genehmigungsbehörde in Rheinland-Pfalz mit einer aus ihrer Sicht abschließenden Bewertung hinreichend Zeit nimmt, um alle kritischen Einlassungen der Gegner der geplanten Erweiterung zu würdigen“, sagt Forster.

Hintergrund: Gegenüber der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ hatte Hannes Kopf, der Präsident der Struktur- und Genehmigungsbehörde Süd (SGD), erklärt, dass er davon ausgehe, dass erst im kommenden Frühjahr, im ersten Quartal 2023, eine Entscheidung darüber falle, ob die von dem Betreiber Via Outlets beantragte Erweiterung von 21.000 auf 29.500 Quadratmeter Verkaufsfläche positiv entschieden werde. Kopf deutete außerdem an, dass unabhängig von dem kommenden Entscheid seiner Behörde wie auch einer später – Zustimmung vorausgesetzt – darauf fußenden Baugenehmigung der Stadt Zweibrücken geklagt werden könne und Gerichte angerufen werden könnten.

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Ungeachtet dessen verdeutlicht Forster noch einmal seine Sichtweise, wonach sich die Stadt Homburg (wie im übrigen auch umliegende Kommunen) klar gegen eine Erweiterung des Zweibrücker Outlet-Centers stelle. Er sagt: „Das Outlet auf der sogenannten grünen Wiese untergräbt und schadet unserem Ziel einer lebendigen Innenstadt. In nahezu allen Kommunen geht es darum, Ortskerne und Stadtzentren zu stärken, dem steht das Outlet komplett – nicht erst mit der jetzt beantragten Erweiterung – entgegen.“ Man könne durchaus zu dem Schluss kommen, wonach aus der Erkenntnis heraus, dass die „grüne Wiese“ sowohl klima- wie auch innenstadtschädlich ist, dieses Projekt wie aus der Zeit gefallen wirke. Der Bürgermeister unterstreicht: „Wir sehen das Problem als Ganzes: Es geht nicht nur um die 8.500 Quadratmeter, sondern in Summe soll dort ein Outlet-Center mit 29.500 Quadratmeter entstehen. Dahinter verbirgt sich die klassische Salami-Taktik: Scheibchenweise wird erweitert, obwohl die Betreiber ursprünglich verkündeten, von einer Erweiterung abzusehen.“

Die Stadt Homburg behalte sich selbstverständlich vor, eine Klage anzustrengen. Sie werde aber nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Forster: „Zunächst setzen wir auch weiterhin darauf, dass unsere Argumente in Rheinland-Pfalz Gehör finden – damit scheinen wir auf dem richtigen Weg.“

 

Quelle: Stadt Homburg

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