Quelle: Prof. Rollmann + Partner, Partnergesellschaft mbH, Stand: 06.03.2022
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Selten kommt es vor, dass es für ein Projekt einhelliges Lob im Homburger Stadtrat gibt. Beim großen Bauvorhaben am Zweibrücker Tor war das nun aber der Fall. Einstimmig beschloss der Rat den Bebauungsplan sowie den Durchführungsvertrag für das Quartier, das auf 5500 Quadratmetern sechs Gebäude mit Geschäften, Restaurants und Wohnungen beheimaten soll. Der Stadtrat erhofft sich davon einen großen Impuls für die Innenstadt. 

Es ist einer der trostlosesten Flecken in der Homburger Innenstadt: Der Platz am Zweibrücker Tor kann im Grunde nur als asphaltierte Einöde bezeichnet werden. Derzeit bietet die Fläche direkt neben dem Kino Platz für einige Autos, das war’s aber auch schon. Doch das dürfte sich aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren ändern. Denn dort soll ein komplett neues Stadtquartier entstehen. Für den entsprechenden Bebauungsplan gab es nun grünes Licht im Stadtrat.

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Planzeichnung Zweibrücker Tor – Quelle: LVGL Saarland

Vor rund zwei Jahren hatte die Investorengruppe ZT Projekt GmbH im Stadtrat ihre Pläne detailliert vorgestellt. So sind auf einer Fläche von 5500 Quadratmetern sechs Gebäude geplant, die Platz für eine Vielzahl an Angeboten schaffen sollen. Während in den Obergeschossen Wohnungen unterkommen sollen, sind für die Erdgeschosse Arztpraxen, Büros, Restaurants und andere Gewerbeeinheiten geplant. Eine Tiefgarage soll die entsprechenden Parkmöglichkeiten schaffen. Auf den Projektskizzen fällt darüber hinaus ganz viel Grün auf. Das soll nicht nur die Gebäude schmücken, sondern auch die Begegnungsfläche im Zentrum des Quartiers. Vorgesehen sind hier ein Teich und Ruhemöglichkeiten, die zum Verweilen einladen sollen. Ein eigenes kleines Viertel also, dass die Innenstadt beleben dürfte.

„Das ist ein bedeutsames Projekt, ich erhoffe mir eine Sogwirkung für die Innenstadt“, so CDU-Fraktionschef Michael Rippel. Mit diesem Vorhaben könne man Homburg wieder auf die saarländische Landkarte setzen, freute sich der Grünen-Fraktionsvorsitzende Professor Marc Piazolo. Und auch Barbara Spaniol von der Linksfraktion unterstrich die Bedeutung des Vorhabens, sprach von einem Vorzeigeprojekt.

Dabei hatte es durchaus heftige Diskussionen über die geplante Baumaßnahme gegeben. Im Mittelpunkt stand dabei die vorgesehene Höhe des Hochhauses. Ursprünglich waren nämlich 13 Geschosse mit einer Gesamthöhe von 45 Metern vorgesehen. Zu hoch für so manchen in Homburg, der das Stadtbild durch den Turm gefährdet sah. Zwischenzeitlich einigten sich die Investorenfirma und die Stadt deshalb auf acht Geschosse mit einer Höhe von knapp über 26 Metern. Im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen ist dies die einzige größere Änderung im nun beschlossenen Bebauungsplan.

Quelle: Prof. Rollmann + Partner, Partnergesellschaft mbH, Stand: 08.03.2022

Neben kleineren Optimierungen bei der Fläche der Gebäude wurde darüber hinaus lediglich eine geplante Ausfahrt aus der Tiefgarage über den von der Straße „Am Zweibrücker Tor“ abzweigenden Weg zurückgenommen. So könne laut Bebauungsplan eine Überlagerung mit den bestehenden Verkehren sowie eine Überschreitung des zulässigen Lärmpegels vermieden werden. Ausfahrten soll es nun lediglich in Richtung der Zweibrücker Straße sowie der Straße am „Zweibrücker Tor“ geben.

Viel Lob für den Bebauungsplan gab es von SPD-Mann Daniel Neuschwander, der das Projekt als „Glücksfall“ für Homburg bezeichnete. „In meiner langen Zeit hier im Stadtrat habe ich noch keinen Bebauungsplan gesehen, der so gut ausgearbeitet ist.“ Und auch von Bürgermeister Michael Forster gab es Zustimmungr den Plan. „Ich glaube, das ist eine Vorlage, dem Sie guten Gewissens zustimmen können.“ Das sahen die Stadträte genauso und so wurden sowohl Bebauungsplan als auch Durchführngsvertrag einstimmig beschlossen. „Ich begrüße es, dass die Investoren jetzt endlich anfangen können“, brachte Axel Ulmcke von der Freien Wählergemeinschaft die Stimmungslage im Rat auf den Punkt.

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Quelle: Prof. Rollmann + Partner, Partnergesellschaft mbH, Stand: 06.03.2022
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