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Tradition verbindet: Bäcker aus dem gesamten Saarland kamen am letzten Dienstag ins Forum, um Landrat Dr. Theophil Gallo und Bürgermeister Michael Forster zum 58. Mal die symbolische Neujahrsbrezel zu überreichen – mit den besten Wünschen für ein erfolgreiches Jahr 2023.

Diese Veranstaltung zwischen der Bäckerinnung des Saarlandes, der Kreis- und der Stadtverwaltung ist einmalig im Saarland und zeigt die große Verbundenheit zwischen den Verwaltungen und dem Bäckerhandwerk, die sich bei dieser Gelegenheit intensiv austauschen.

Abwechselnd empfangen der Landrat und der Bürgermeister die Gäste zum neuen Jahr im gemeinsamen Dienstgebäude am Forum. Landrat Dr. Gallo begrüßte alle Anwesenden und wünschte ihnen alles Gute fürs neue Jahr. Er sprach von „Zeiten zahlreicher Veränderungen, die neben den Verwaltungen sicherlich auch das Bäckerhandwerk betreffen. Der Fachkräftemangel ist in jedem Bereich sichtbar und spürbar, aber bei Ihnen und Euch geht es um die Grundversorgung der Bürgerinnen und Bürger und das ist das A und O“.

Für den Landrat sei es wichtig, neben der „schönen Tradition dieser Veranstaltung“ auch Rückmeldungen zu erhalten und zu sehen, was Kreis und Stadt machen können, um die Bäcker zu unterstützen, damit es auch in Zukunft frische Backwaren vor Ort gibt. Dem schloss sich auch der Bürgermeister an: „Ich appelliere hier auch immer wieder an das Kundenverhalten, denn wir alle sind mit unserem Kauf dafür verantwortlich, dass es auch weiterhin Bäckerhandwerk in unserer Nähe gibt“, sagte Forster.

Des Weiteren schlug Landrat Dr. Gallo vor, im Rahmen von gezielten Veranstaltungen an den Schulen die Werbung für das Bäckerhandwerk tatkräftig zu unterstützen. Dies stieß auf breite Zustimmung bei den Innungsmitgliedern.

Neben der Geschäftsführerin des Bäckerinnungsverbandes, Sabine Hensler, und Landesinnungsmeister Hans-Jörg Kleinbauer (Brotmanufaktur Kleinbauer, Scheid) waren Bäckermeister aus dem gesamten Saarland gekommen. Dazu zählten Stefan Lang (stellvertretender Landesinnungsmeister/Bäckerei Ziegler, Schiffweiler), Raphael Besser (Bäckerei/Konditorei Besser, Nalbach), Albrecht Ackermann und Steffen Weigel (Bäckerei Ackermann, Bliesmengen-Bolchen), Gerhard Ecker (Bäckerei Ecker, Homburg), Hagen Fetzer (Bäckerei Fetzer, Biesingen), Peter Tinnes (Bäckerei Tinnes, Merzig), weiter die Bäckermeister Johannes Lindemann, Thomas Glutting und Peter Emser.

Übergabe der Neujahrsbrezel im Homburger Forum zum Jahresbeginn durch die Landesinnung der Bäcker (1. Reihe v. l.): Sabine Hensler, Landrat Dr. Theophil Gallo, Hans-Jörg Kleinbauer und Bürgermeister Michael Forster. Neben Bäckermeistern aus dem gesamten Saarland wohnten auch Daniela Colling, Hauptamtsleiterin bei der Stadt Homburg (2. Reihe 1. v. r.), und Andreas Motsch, Geschäftsbereichsleiter Zentrale Steuerung, Sicherheit und Ordnung beim Kreis (hintere Reihe Mitte), dem Empfang bei. – Foto: Sandra Brettar

In lockerer Atmosphäre sprachen sie gerne mit den Verwaltungsspitzen von Kreis und Stadt über das vergangene Jahr und schmiedeten Pläne für 2023. Nachdem 2022 zum Beispiel die Aktion „Brot und Wein“ stattfand, soll im Juli dieses Jahres nach coronabedingter Pause endlich wieder ein Brotmarkt in Homburg veranstaltet werden. Den genauen Termin wollen die Verantwortlichen in den kommenden Tagen final abstimmen. „Diese Veranstaltung ist sehr wichtig für uns, denn es kommen Bäcker aus der ganzen Region, die auf diesem Weg ihr Handwerk und ihre Produkte präsentieren und für sich werben können“, betonte Hensler.

Hans-Jörg Kleinbauer ging im Gespräch mit den Verwaltungschefs auf die Herausforderungen des vergangenen Jahres ein, das mit verdoppelten Mehlpreisen begann und mit einer Kostenexplosion bei Energie und Rohstoffen seit Beginn des Ukraine-Krieges seinen Lauf nahm. Seine Prognose: „2023 könnte es noch schwieriger werden“, denn egal, wie es in der Ukraine weitergehe: „Es wirkt sich unmittelbar auf den Markt aus“, so der Landesinnungsmeister.

Bei allen Unwägbarkeiten blicke man dennoch positiv in die Zukunft, denn im Saarland stehe man mit den Bäckereien und dem Nachwuchs gar nicht so schlecht da. Die Geschäftsführerin nannte dann auch noch Zahlen: „Es gibt fünf Bäckereibetriebe weniger als vor zwölf Monaten, insgesamt liegen wir bei 155“. Auch was die Lehrverträge angehe, gibt es erneut einen Rückgang (von 149 auf 138), was im Bundesdurchschnitt gesehen „ganz normal“ sei.

Bürgermeister Michael Forster lobte, das „Durchhaltevermögen, das es immer mehr benötigt, um alle Herausforderungen des Alltags meistern zu können“. Denn wo die Bäckerinnen und Bäcker einfach ihrem Handwerk nachgehen möchten, komme auch hier „immer mehr Bürokratie ins Spiel, was es nicht leichter macht“, so Hans-Jörg Kleinbauer.
Auch 2024 wird es wieder eine Versammlung dieser geschätzten Art geben, das sicherten alle Beteiligten gerne zu – dann wieder mit der Stadtverwaltung als Gastgeber.

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