Foto: Staatskanzlei

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und der Chef der Staatskanzlei, David Lindemann, sind heute zum Antrittsbesuch nach Luxemburg gereist. Sie haben sich dort mit Premierminister Xavier Bettel und Corinne Cahen, Ministerin für die Großregion, unterhalten.

Im Vordergrund des Gesprächs stand die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen dem Saarland und Luxemburg. Rehlinger und Bettel sprachen über bereits bestehende Kooperationen und warfen einen Schulterblick auf die Zusammenarbeit der vergangenen Jahre. Insbesondere in den Bereichen Bildung und Kultur gibt es bereits zahlreiche erfolgreiche grenzüberschreitende Projekte, darunter beispielsweise das deutsch-luxemburgische Schengen-Lyzeum in Perl, das die Möglichkeit eröffnet, alle deutschen wie auch alle luxemburgischen Abschlüsse abzulegen. Ebenfalls angesprochen wurden die Hochschulzusammenarbeit sowie Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit im Rahmen der Medizinstudien und der Gesundheitsberufe. Ein weiteres gemeinsames Erfolgsprojekt mit Strahlkraft für die ganze Region sind die Hochschulen der Großregion, an der sich Studierende aller vier Länder einschreiben können.

Auch in anderen Bereichen wollen beide Länder weitere Synergieeffekte schaffen. Dazu zählen etwa Verbesserungen auf dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt, wie etwa der Abbau von bürokratischen Hürden. Auch bei Mobilitäts- und Energiethemen gebe es Potenzial für eine engere Zusammenarbeit, betonte Ministerpräsidentin Anke Rehlinger: „Wir arbeiten schon immer vertrauensvoll mit unseren luxemburgischen Nachbarn Hand in Hand. Wir haben heute gemeinsam Arbeitsfelder definiert, bei denen wir die Zusammenarbeit auch unter strategischen Gesichtspunkten intensivieren wollen. Es geht um konkrete und verbindliche Projekte. Dazu zählt der Ausbau der Wasserstoffwirtschaft in der Großregion, dazu zählt aber auch die grenzübergreifende Gesundheitsversorgung. Es ist nicht nur für die Menschen in der Großregion wichtig, dass wir bei Zukunftsthemen an einem Strang ziehen, sondern hat auch Signalwirkung für die Europapolitik der kommenden Jahre. Ich finde, wir können als Großregion im Herzen Europas ein Vorbild für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sein.“

Diesem Vorsatz pflichtete der Premierminister wärmstens bei und sprach sich für die grenzüberschreitende Mobilität und den Schienenverkehr aus. Xavier Bettel meinte hierzu: „Luxemburg ist besonders daran gelegen, unsere Bahnverbindung mit dem Saarland zu verbessern und unser Land an die Achse Saarbrücken-Mannheim anzuschließen und somit eine bessere Anbindung an den Süden Deutschlands sicherzustellen. Dieses Ziel ist ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, der Attraktivität der Region und würde auch eine bessere Anbindung für die Pendler bedeuten.“

Corinne Cahen beteuerte während der Zusammenkunft, dass „von dem heutigen bilateralen Treffen zwischen Luxemburg und dem Saarland auch Impulse für unsere zukünftige Zusammenarbeit in der Großregion ausgehen werden“ und „Ich freue mich, dass wir die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam angehen können.“

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