Symbolbild
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Wer bei einem jungen Tech-Unternehmen anheuert, verzichtet oft auf das dicke Gehalt – und bekommt dafür ein Versprechen auf die Zukunft. Statt hoher Fixbeträge locken Startups ihre Fachkräfte mit einem Anteil am späteren Erfolg. Die Rechnung ist simpel: Wer den Aufbau mitträgt, soll mitverdienen, wenn das Unternehmen eines Tages verkauft wird. Nach einer aktuellen Umfrage des Digitalverbands Bitkom setzt inzwischen gut jedes dritte Startup in Deutschland auf dieses Prinzip.

Konkret beteiligen 36 Prozent der befragten Firmen ihre Belegschaft am Unternehmen. Weitere 41 Prozent können sich einen solchen Schritt zumindest für die Zukunft vorstellen. Damit ist die grundsätzliche Offenheit groß – nur 17 Prozent der Startups lehnen Mitarbeiterbeteiligungen kategorisch ab.

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Wie weit der Kreis der Profiteure gezogen wird, unterscheidet sich allerdings erheblich. Gut ein Viertel jener Startups, die überhaupt beteiligen, bezieht die gesamte Belegschaft ein. Ein knappes Drittel öffnet das Modell zumindest für ausgewählte Beschäftigte. In den übrigen Fällen bleibt der Kuchen unter wenigen aufgeteilt: Bei 19 Prozent profitieren allein die Gründerinnen und Gründer, bei weiteren 11 Prozent das Gründungsteam samt Management.

Genau hier sieht Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst noch Luft nach oben. „Wer keine üppigen Festgehälter zahlen kann, setzt im Wettbewerb um die klügsten Köpfe oft auf Erfolgsbeteiligungen“, sagt er. „Viele Startups haben hier noch Potenzial, indem sie größere Teile der Belegschaft beteiligen. Voraussetzung dafür sind gesetzliche Vorgaben, die wirklich einfach und steuerlich attraktiv sind.“

Deutlich verschoben hat sich, wie die Beteiligung technisch ausgestaltet wird. Vier von fünf Firmen greifen mittlerweile auf sogenannte virtuelle Anteile zurück. Dabei handelt es sich um vertragliche Zusagen, die Beschäftigte etwa bei einem Verkauf am Erlös teilhaben lassen, ohne dass sie zu echten Gesellschaftern mit Stimmrecht werden. Mit 84 Prozent liegt dieser Wert klar über dem Vorjahr, als es noch 71 Prozent waren.

Echte Anteile spielen dagegen kaum noch eine Rolle. Nur acht Prozent der Startups setzen darauf, nach 20 Prozent im Jahr zuvor. Auch Anteilsoptionen verlieren an Bedeutung: Elf Prozent nutzen sie derzeit, verglichen mit 23 Prozent im Vorjahr. Manche Unternehmen kombinieren mehrere Modelle parallel.

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Grundlage der Zahlen ist eine Online-Befragung von Bitkom Research, für die 102 Tech-Startups aus Deutschland befragt wurden, darunter 37 mit bestehender Mitarbeiterbeteiligung. Die Erhebung fand zwischen Ende Mai und Anfang Juli 2026 statt. Sie erhebt keinen Anspruch auf Repräsentativität, liefert aber ein aussagekräftiges Stimmungsbild der Startup-Szene.

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