Symbolbild
Anzeige

Spannender hätte ein Saisonfinale nicht sein können: Beim letzten Lauf zur Saarländischen ADAC Rallye Meisterschaft ging es um nichts weniger als um den Gesamtsieg bei der traditionsreichen ADAC Saarland Rallye und den SRM-Titel. Während Georg Berlandy und Tina Annemüller einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg einfuhren, gelang Alexander Kazmierzak und seinem Co Marc-André Lautz die Sensation: Sie sind die neuen Saarländischen Rallye Meister.

Triumph und Tragik lagen dicht beieinander

Alexander Kazmierzak und Marc-André Lautz fuhren ab dem ersten Meter auf Angriff. Nach einer Bestzeit in der Klasse NC8 auf WP 1 „Wahlener Platte“ folgte ein kurzer Schreckmoment in WP2 „Steine an der Grenze“: „Wir trafen ein Loch und beschädigten uns ein Rad, zum Glück war aber nur die Felge etwas krumm und wir schafften damit noch eine Prüfung bis ins Regrouping und konnten dort das Rad wechseln. Im zweiten Durchgang verpassten wir einen Abzweig und verloren etwa 10 Sekunden. Aber der Vorsprung war groß genug, sodass uns auf dem letztem Rundkurs „Losheimer Land“ der Klassensieg in einem der kleinsten Fahrzeuge im Starterfeld nicht mehr zu nehmen war und uns das fast Unmögliche gelang“, zeigte sich der neue Meister sichtlich gerührt.

Beim Duell um die Saarländische Rallye Krone stellten Andreas Barth und Bastian Wolff, der beim Finale den erkrankten Stammbeifahrer Björn Reidenbach vertrat, ihren BMW E46 Compact nach der vierten von sechs Wertungsprüfungen mit Motorproblemen ab: „Leider lief es für uns nicht nach Wunsch! Aber auch ohne den Defekt hätte es voraussichtlich nicht gereicht, da meine Klasse NC2 sehr stark besetzt war und wir nicht hätten nach ganz vorne fahren können. Von daher hat Kazi verdient die Meisterschaft gewonnen und ich freue mich genauso über den Vizetitel. Ich glaube das war eine gute Werbung für den Rallyesport, da wir beide nicht mit Überautos unterwegs sind und auch mit kleineren Mitteln erfolgreich fahren“, zeigte sich Barth als fairer Sportsmann bei der gut inszenierten Open-Air-Siegerehrung.

Georg Berlandy feiert souveränen Gesamtsieg

Mit sechs von sechs Bestzeiten und einem Vorsprung von 1:47,9 Minuten fuhren Georg Berlandy und Tina Annemüller im neu erworbenen Skoda Fabia R5 in ihrer eigenen Welt und feierten den Gesamtsieg bei der ADAC Saarland Rallye. „Das war ein perfekter Test für die in zwei Wochen stattfindende Rallye Köln-Ahrweiler. Ich hoffe, dass die Fans ähnlich großen Spaß hatten wie wir“, zeigte sich das Duo in bester Laune beim Zieleinlauf. Dahinter entbrannte ein spannender Schlagabtausch zwischen Uwe Gropp/Niklas Lutter im Peugeot 208 T16 R5 und Hanno Brocker/Stefan Grundmann im Mitsubishi Lancer Evo VIII – die sichtlich am Limit unterwegs waren, sich aber letztlich den zweiten Gesamtrang sicherten.

Auf dem vierten Platz reihten sich Nico Leschhorn und Jara Hain ein, die im Peugeot 207 S2000 ebenfalls eine tolle Show ablieferten. Michael Bäder und Achim Hausch fanden im BMW M3 bei ihrem ersten Start im Saarland durchaus Gefallen und schlossen in der Klasse NC1 vor Max Reiter/Lisa Hanbuch im Mitsubishi ab.

Timo Schulz und Maresa Lade zeigten beim dritten Anlauf im betagten Citroen C2 R2 Max ihr Potential und feierten einen überlegenen Sieg in der Klasse RC4 vor dem ehemaligen Saarland-Meister Andy Schaus/Jens-Erik Brack (Opel Adam R2) und dem zweifachen Deutschen Rallye Meister Alexander Rath, der mit Co-Pilot Hans-Peter Loth einen starke Premiere als Fahrer feierte. Sven Glass/Jana Hufgard schoben sich im Opel Kadett E GSI 16V mit einem Husarenritt auf der letzten Prüfung an Sven und Maren Kohler (BMW 320is) zum Sieg in der Klasse NC3 vorbei. Das favorisierte Duo Hans und Max Limpert (BMW) schied nach einem Fahrfehler auf WP 2 aus.

Kevin Müller und Marcel Janson setzten sich im Toyota GR Yaris nach einem spannenden Wettstreit mit dem Hessenduo Christian Sier/Franziska Kraft im BMW E36 M3 mit 5,4 Sekunden Vorsprung durch. Alexander Ernst/Julian Bertel bestätigten ihre gute Performance im Renault Clio Rally5 von der Rallye Mont-Blanc Morzine. Herbert Schmidt und Jürgen Krieg sicherten sich den Sieg vor Marcus Leibbrandt/Angelika Hornung (beide Toyota GR Yaris) in der seriennahen Klasse NC6. Eine ebenfalls starke Vorstellung hinterließ der Junior Robin Wagner mit Vater Frank im Suzuki Swift Sport als Klassensieger in der NC4.

Alle Infos und Ergebnisse zur Saarländischen ADAC Rallye Meisterschaft sind online unter adac-saarland.de/motorsport abrufbar.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Vorheriger ArtikelLuksic: Digitales und einfaches „Deutschlandticket“ macht im Saarland ÖPNV attraktiver
Nächster ArtikelAktuelle Steuerschätzung prognostiziert deutliche Steuermehreinnahmen – doch die Freude könnte zu früh kommen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.