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Saarländische Berufstätige unter 20 Jahren sind in diesem Herbst besonders oft wegen akuter Erkrankungen der Atemwege krankgeschrieben. Das zeigt eine Analyse der BARMER zu ihren Versicherten. Demnach war vom 22. bis 28. November fast jeder 25. dieser Altersgruppe aufgrund einer Atemwegserkrankung mindestens einen Tag arbeitsunfähig.

„Bei den unter 20-Jährigen gehört der Kontakt mit Gleichaltrigen zum Alltag und ist wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens. In Pandemiezeiten führt eine hohe Kontaktfrequenz mit größeren Gruppen aber auch zu einer höheren Krankheitsaktivität“, erklärt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Dass die jüngste Gruppe der Beschäftigten so stark von Atemwegsinfekten betroffen sei, könne mit deren Lebensgewohnheiten zu tun haben.

Laut BARMER-Analyse waren vom 22. bis 28. November, der 47. Kalenderwoche dieses Jahres, 3,8 Prozent der unter 20-jährigen Saarländer aufgrund einer Atemwegserkrankung mindestens einen Tag arbeitsunfähig. Das waren deutlich mehr als bei den 20- bis 29-jährigen Berufstätigen aus dem Saarland (2,8 Prozent). Auch alle älteren saarländischen Beschäftigten waren in der 47. Kalenderwoche dieses Jahres seltener wegen Atemwegsinfekten krankgeschrieben als die unter 20-jährigen Saarländer. Der Anteil der arbeitsunfähig Erkrankten bei den unter 20-jährigen aus dem Saarland liegt auch deutlich über den Werten der Vorjahre für die 47. Kalenderwoche in dem Bundesland (2020: 1,6 Prozent, 2019: 2,8 Prozent).

Von allen Atemwegserkrankungen ist die am häufigsten gestellte Diagnose bei den unter 20-jährigen Berufstätigen aus dem Saarland „sonstige Atemwegsinfekte“. Zu ihnen gehören unter anderem Nasennebenhöhlen- und Halsentzündungen sowie Bronchitis. Ihretwegen waren von den jungen Berufstätigen in dem Bundesland 3,1 Prozent mindestens einen Tag arbeitsunfähig in der 47. Kalenderwoche dieses Jahres. Covid-19-Diagnosen sorgten dagegen bei nur 0,4 Prozent der unter 20-jährigen saarländischen Berufstätigen vom 22. bis 28 November dieses Jahres für eine Krankmeldung. „Die strikte Einhaltung der AHA-Regeln ist dennoch wichtiger denn je, besonders mit Blick auf die massive Zunahme der Corona-Neuinfektionen“, sagt Kleis.

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