Automotive Day 2022 bei Michelin in Homburg - Bild: Jens Säger

Die jährliche Veranstaltung „Automotive Day“ der Großregion (Grand-Est, Saarland, Luxemburg, Wallonisches Belgien, Rheinland-Pfalz) fand diese Woche im Michelin-Werk in Homburg statt.

Das Netzwerk der saarländischen Automobilindustrie automotive.saarland (saaris), CCI Grand Est und das Pôle Automobile Européen (PAE), in dem die Automobilcluster im benachbarten Frankreich, Luxembourg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Wallonien zusammenarbeiten, luden interessierte Unternehmen, Verbände und Forschungsinstitute zu dem Thema „Markthochlauf von Wasserstoff-technologie und Brennstoffzellen“ ein.

Der Automotive Day vereinte über 70 Unternehmen und Forschungsinstitute der Großregion. Die Netzwerk-Veranstaltung bot die Gelegenheit, die eigenen Kompetenzen rund um das Thema „Wasserstofftechnologien und Brennstoffzellen“ zu präsentieren sowie einen Austausch zu fördern und Synergien zu finden.

Auf dem Programm standen mehrere Fachvorträge und eine Podiumsdiskussion mit Experten rund um das Thema „Wasserstofftechnologien und Brennstoffzellen“.

Als Redner sprachen u.a. die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, sowie Vertreter von Luxinnovation,Michelin, Bosch, Schaeffler, Symbio, Université de Lorraine und Universität Lüttich.

Bei der Veranstaltung waren über 150 Teilnehmer und 20 Aussteller anwesend.

Die saarländische Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, Anke Rehlinger: „Das Saarland ist Autoland und soll es auch bleiben. Wir arbeiten konsequent daran, die Transformation der Automobilindustrie zu meistern. Dabei setzen wir neben Elektromobilität auch auf Wasserstoff. Ich freue mich, dass so viele Vertreter der Automobilindustrie in der Großregion zum Automotive Day 2022 ins Saarland gereist sind. Gemeinsam mit unseren europäischen Nachbarn gehen wir rund um das Thema Wasserstoff voran. Damit legen wir einen weiteren Grundstein dafür, dass das Auto der Zukunft im Saarland gebaut wird.“

Der Präsident der IHK Grand Est, Jean-Paul Hasseler: „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Automobilbranche kommt bei Veranstaltungen wie der heutigen voll zum Tragen. Das Europäische Automobil-zentrum, das diese industrielle Kraft innerhalb der Großregion mit rund 2500 Unternehmen und 450 000 Arbeitsplätzen in der Automobilbranche repräsentiert, ermöglicht diese unerlässlichen Verbindungen untereinander, mit der Unterstützung der Innovationsakteure, um die Mobilität der Zukunft zu entwickeln, für die der Wasserstoff schon heute ein wesentlicher Träger ist.“

Der Leiter des Netzwerks der saarländischen Automobilindustrie, Dr. Pascal Strobel: „Mit dem Automotive Day konnten wir grenzüberschreitend wichtige regionale Unternehmen und Forschungsstellen zusammenbringen und die Aussichten auf einen erfolgreichen Markthochlauf der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie aufzeigen. Die ausstellenden Akteure haben das große Potenzial verdeutlicht, über das wir in Homburg, dem Saarland und der Großregion bereits verfügen. Wir haben beste Voraussetzungen auch im künftigen Fahrzeugbau eine gewichtige Rolle zu spielen.“

Automotive Day 2022 bei Michelin in Homburg – Bild: Jens Säger

Der Leiter des Interreg-Projekts Pôle Automobile Européen (PAE), Vincent Carel: „Alle Unternehmen in der Großregion sind von den aktuellen Umwälzungen in der Automobilindustrie gleichermaßen betroffen. Mit diesem Automotive Day haben wir einen fruchtbaren grenzüberschreitenden Austausch über die Wasserstoff-technologien für die Mobilität der Zukunft angestoßen. Wir freuen uns, dass wir im Saarland als wichtige Automobilregion mit automotive.saarland ein starkes Netzwerk haben, mit dem wir seit Jahren sehr effizient zusammenarbeiten können.“

Am Rande der Veranstaltungen präsentierten mehrere Unternehmen und Forschungsinstitute aus der Großregion, u.a. Bosch, Schaeffler, HYDAC, INNOCISE, Lhyfe, Moehwald, Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe und Michelin, in einer Ausstellung ihre Kompetenzen im Bereich Wasserstoff und Brennstoffzellen.

Werkleiter des Michelin-Werks Homburg, Bernd Lanius: „Die enge Zusammenarbeit mit Partnern wie automotive.saarland und benachbarten Unternehmen und Forschungsinstituten bringt uns einen großen Schritt weiter nach vorne. Wir möchten die Standortvorteile unserer Großregion nutzen, um neben unserem Kerngeschäft der Reifenfertigung auch von Technologien für eine nachhaltige Produktion und Mobilität zu profitieren. Wir sind bereits heute in den Projekten des Landes und der Stadt Homburg zu den Wasserstoff-Modellregionen vertreten. Ein Netzwerktreffen wie dieses ist ein hervorragender Startschuss für weitere Kooperationen.“

Zum Hintergrund:

Das Unternehmen Michelin ist von der Schlüsselrolle von Wasserstoff für emissionsfreie Mobilität überzeugt und investiert seit über 15 Jahren in das Thema Wasserstoffenergie und Brennstoffzellen. Wasserstofftechnologien werden bei dem Kampf gegen die globale Erwärmung und bei der Entwicklung erneuerbarer Energien von großer Bedeutung sein. Michelin sieht darin auch die Chance, die wirtschaftliche Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Einmal mit Wasserstoff-systemen ausgestattet, erfüllen Elektrofahrzeuge die Anforderungen für die wichtigsten Anwendungen im Transportsektor und können gleichzeitig emissionsfrei betrieben werden. Mit der Gründung des Joint Ventures Symbio 2019 haben Michelin und Faurecia 140 Millionen Euro investiert, um die Entwicklung von Brennstoffzellen zu beschleunigen und die Massenproduktion voranzubringen. Symbio hat das Ziel, bis 2030 einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro zu erreichen. Das Joint Venture wird drei Industriestandorte haben, von denen aus die wichtigsten Automobilmärkte der Welt beliefert werden. Bereits heute produziert Symbio Brennstoffzellsysteme und skaliert diese zügig.

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