Mit einem klaren Bekenntnis zur Relevanz medizinischer Inklusion eröffnete der Hauptamtliche Beigeordnete der Stadt Homburg, Philipp Scheidweiler, die diesjährige Autismus-Fachtagung im Kulturzentrum Saalbau. „Für uns als Wissenschafts- und Gesundheitsstandort ist es wertvoll, nicht nur das Universitätsklinikum als überregionales Gesundheitszentrum hier in Homburg zu haben, sondern auch hochkarätige Tagungen wie diese“, betonte er zum Auftakt der Veranstaltung.
Die Fachtagung stand unter dem Leitthema „Inklusive Medizin – Eine Gesundheitsversorgung für alle!“ und brachte Fachleute, Betroffene und politische Vertreter für einen intensiven Austausch zusammen. Veranstaltet vom Landesverband autismus Saarland e.V. und dem Autismus-Therapie-Zentrum Saar gGmbH, bot das Programm eine breite Palette an Vorträgen, Erfahrungsberichten und Diskussionen rund um die medizinische Versorgung von Menschen im Autismus-Spektrum. Die Moderation übernahm Christoph Giloi, Geschäftsführer des Therapie-Zentrums.
Zu den Gästen zählten neben Fachpublikum auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft. Staatssekretärin Bettina Altesleben war stellvertretend für Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung vor Ort und unterstrich in ihrer Ansprache die Notwendigkeit struktureller Verbesserungen im Gesundheitssystem. Besonders würdigte Scheidweiler das Engagement der Veranstalterinnen Anne-Rose Kramatschek-Pfahler und Michael Kopper: Ihr Einsatz, so der Beigeordnete, zeige eindrucksvoll, wie sich Hürden abbauen lassen und konkrete Wege hin zu einer inklusiven Versorgung beschritten werden können.
Inhaltlich reichte die Themenvielfalt vom Grundverständnis inklusiver Medizin über diagnostische Herausforderungen bei Erwachsenen bis hin zu gesundheitsspezifischen Aspekten bei autistischen Frauen. Erfahrungsberichte von Betroffenen und Angehörigen lieferten am Nachmittag wichtige Perspektiven für die anschließende Podiumsdiskussion. Dort wurden Lösungsansätze speziell für das Saarland debattiert – mit dem Ziel, die Versorgungslandschaft künftig nachhaltiger und gerechter zu gestalten.
Zum Abschluss betonte Scheidweiler die Rolle Homburgs als Standort für Gesundheitsdebatten: „Wir wissen um die Bedeutung dieser Tagungen – und deshalb stellen wir den Saalbau sehr gerne als Ort des Dialogs, der Begegnung und der fachlichen Weiterentwicklung zur Verfügung.“ Die Stadt werde auch in Zukunft Partnerin solcher Veranstaltungen bleiben.

Foto: Julie Jager
















