Der Andrang ist so groß, dass die Stadt Homburg nachlegt: Das Erlebnislabyrinth „Lost in Homburg“ am Sportzentrum Erbach öffnet zusätzlich am Samstag von 10 bis 16 Uhr seine Pforten. Was im Rahmen der Special Olympics Nationale Spiele Saarland 2026 als ungewöhnliche Begleitattraktion entstanden ist, hat sich binnen weniger Tage zum Publikumsmagneten entwickelt – und könnte sogar in den Annalen des Guinness-Buchs der Rekorde landen.
Die Dimensionen sind in der Tat beachtlich. Auf rund 900 Quadratmetern schlängelt sich ein etwa 650 Meter langer Parcours durch fünf thematische Erlebniswelten, die allesamt um die Stadt Homburg kreisen. Errichtet wurde das Bauwerk aus mehr als 10.000 Getränkekisten der Karlsberg Brauerei – ein Materialaufgebot, das in dieser Form womöglich einzigartig ist. Eine offizielle Prüfung durch die Rekord-Hüter wurde bereits in die Wege geleitet.
Wer sich auf die Entdeckungstour begibt, erwartet mehr als bloßes Durchirren. Kleine Aufgaben, Fragen und versteckte Überraschungen verteilen sich entlang des Weges, und wer die richtigen Antworten findet, kann sich nicht nur die Orientierung erleichtern, sondern auch attraktive Preise sichern. Gutscheine für das KOI, die Schlossberghöhlen oder das Römermuseum locken am Ende des Parcours. Für die jüngsten Gäste hält die Homburger Parkhaus- und Stadtbusgesellschaft (HPS) nach dem erfolgreichen Durchlauf eine kostenlose Kugel Eis bereit. Auch Gastronomie mit süßen wie herzhaften Angeboten ist vor Ort vertreten.
Für Bürgermeister Manfred Rippel ist das Projekt ein Paradebeispiel dafür, wie aus einer Idee durch gemeinsames Anpacken etwas Eigenständiges wachsen kann. „Mein besonderer Dank gilt der Homburger Parkhaus- und Stadtbusgesellschaft (HPS) mit Geschäftsführer Ralf Weber sowie dem Sprecher des Organisationsteams, Manuel Diehl. Von der ersten Idee über die Konzeption bis hin zur Umsetzung ist hier etwas ganz Besonderes entstanden. Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement und Kreativität dieses Projekt realisiert wurde.“ Rippel würdigte zudem die Homburger Feuerwehr, das Römermuseum, zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, regionale Partner und Sponsoren sowie das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Homburg, das die pädagogische Betreuung vor Ort übernimmt.
Neben dem Labyrinth bleiben die sportlichen Wettbewerbe der Kern der Veranstaltung. Noch bis Freitag werden im Sportzentrum Erbach die Judo-Wettkämpfe der Special Olympics ausgetragen. Athletinnen und Athleten zeigen dort Leistung und Fair Play, betreut auch von den Erbacher Judokas, die mit großem Einsatz hinter den Kulissen wirken. Rippel ruft die Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich dazu auf, das Geschehen mitzuerleben: „Ich lade alle herzlich ein, sowohl das Labyrinth ‚Lost in Homburg‘ zu besuchen als auch die Wettbewerbe im Sportzentrum Erbach zu verfolgen. Es lohnt sich, die besondere Atmosphäre der Special Olympics hier in unserer Stadt mitzuerleben.“
Für Beigeordneten Philipp Scheidweiler ist das Zusammenspiel der vergangenen Tage ein deutliches Bekenntnis. „Das Stadtfest der Inklusion war bereits ein starkes gemeinsames Zeichen für Offenheit, Vielfalt und Miteinander in unserer Stadt. Umso mehr freut es uns, dass wir mit den Special Olympics und dem Projekt ‚Lost in Homburg‘ nun direkt im Anschluss ein weiteres sichtbares Zeichen für Inklusion setzen können – und damit zeigen, dass dieser Gedanke in Homburg nicht nur an einem Tag gelebt wird, sondern dauerhaft spürbar ist.“
Wer das Labyrinth besuchen möchte, hat dazu neben dem zusätzlichen Samstagstermin noch bis einschließlich Freitag, 19. Juni, täglich von 9 bis 18 Uhr Gelegenheit. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht nötig. Rippel selbst zieht ein klares Fazit zur gastgebenden Rolle seiner Stadt: „Wir sind sehr froh, Austragungsort der Special Olympics zu sein. Daher gilt mein ausdrücklicher Dank auch Innen- und Sportminister Reinhold Jost, dass Homburg Teil dieser besonderen Spiele sein darf. Wir haben alles darangesetzt, diese Spiele und die damit verbundenen Begegnungen zu ermöglichen und dem wichtigen Thema der Inklusion sowie den Werten, für die die Special Olympics stehen, Raum zu geben und sie sichtbar zu machen.“




















