Foto: Irene Kaiser
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Ein barrierefreier Zugang zur Toilettenanlage, mehr Schatten an heißen Sommertagen und bienenfreundliche Pflanzungen: Die Friedhofskommission des Ortsrates St. Ingbert-Mitte hat bei einem Vor-Ort-Termin auf dem Waldfriedhof eine ganze Reihe von Vorhaben in den Blick genommen. Als größter Friedhof der Stadt kommt ihm eine besondere Bedeutung zu – entsprechend hoch stehen die geplanten Maßnahmen auf der Prioritätenliste des Ortsrates.

Beim Rundgang zeigte sich die Anlage von ihrer besten Seite. „Der Waldfriedhof hat sich bei unserem Besuch in einem ausgesprochen gepflegten Zustand präsentiert, wozu insbesondere der große Einsatz der Mitarbeiter bei den Vorbereitungen auf Allerheiligen beigetragen hat“, erklärte Ortsvorsteherin Irene Kaiser. Mit vor Ort waren Christian Lambert, Leiter der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe, sowie Friedhofsmeister Andreas de Groot.

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Im Zentrum der Beratungen stand der städtische Doppelhaushalt 2027/28. Besonders dringlich erscheint den Mitgliedern die Herstellung eines barrierefreien Zugangs, etwa zur Toilettenanlage. Eine einfache Rampe kommt dafür nicht infrage: Um den Höhenunterschied von rund einem halben Meter auszugleichen, müsste die Konstruktion nach den gesetzlichen Vorgaben etwa zwölf Meter lang sein – vor Ort kaum umsetzbar und in keinem vernünftigen Verhältnis.

Foto: Irene Kaiser

Deshalb sprach sich die Kommission für eine bauliche Alternative aus. Denkbar wäre, durch Durchbrüche und eine veränderte Raumnutzung im Nebengebäude der Einsegnungshalle einen neuen Zugang zu schaffen, möglicherweise im Bereich der bisherigen Sarganlieferung. Nun ist die Verwaltung gefragt, eine praktikable Lösung zu entwickeln. Dass auch das übrige Gebäudeensemble Sanierungsbedarf hat, bereitet den Mitgliedern Sorgen – als Beispiel nannten sie die derzeit defekte Tür am Hauptportal der Einsegnungshalle.

„Wir erwarten von der Verwaltung einen tragfähigen Vorschlag für einen barrierefreien Zugang und werden uns dafür einsetzen, dass die notwendigen Investitionen in unsere Friedhöfe im Doppelhaushalt berücksichtigt werden“, betonte Dominik Schmoll, Vorsitzender der Friedhofskommission. Die endgültige Entscheidung liegt beim Stadtrat, da der Ortsrat auf den Verwaltungsentwurf nur begrenzten Einfluss nehmen kann.

Ein weiteres Anliegen betrifft die Beschattung des Geländes. Vor allem der Bereich zur Spieser Landstraße hin liegt in den Sommermonaten offen und ungeschützt in der Sonne. Zusätzliche Baumpflanzungen, etwa mit Dachplatanen, könnten die Aufenthaltsqualität spürbar verbessern. Auch hierfür sollen Mittel im Doppelhaushalt beantragt werden.

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Positiv nahm die Kommission den Vorschlag der Friedhofsmitarbeiter auf, künftig verstärkt auf bienenfreundliche Staudenpflanzungen zu setzen und die klassische Wechselbepflanzung zurückzufahren. Das senkt nicht nur den Pflegeaufwand, sondern fördert zugleich die Artenvielfalt. Thema war außerdem das neue Sternenkindergrabfeld, das sich derzeit in der Umsetzung befindet und im kommenden Frühjahr offiziell eingeweiht werden soll.

Zum Abschluss dankte Irene Kaiser der Verwaltung für die Vorbereitung des Termins und würdigte das überparteiliche Engagement der Kommissionsmitglieder. „Es ist schön zu sehen, wie wir uns parteiübergreifend gemeinsam für den Erhalt und die Weiterentwicklung unserer Friedhöfe einsetzen – dafür gilt allen Beteiligten mein herzlicher Dank.“

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