Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung Homburg
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Zehn Künstlerinnen und Künstler, drei Räume und ein gemeinsames Anliegen: Werke aus vergangenen Zeiten dem Vergessen zu entreißen. In der Kleinen Galerie des Homburger Stadtarchivs in der Kaiserstraße hat Oberbürgermeister Michael Forster gemeinsam mit der Kuratorin Dr. Françoise Mathis-Sandmaier die Ausstellung „Das Kunstgedächtnis der Stadt Homburg – Teil 2“ eröffnet.

Zur Eröffnung fanden sich zahlreiche Gäste ein, unter ihnen der Beigeordnete Peter Fuchs, mehrere Ratsmitglieder, Homburger Künstlerinnen und Künstler sowie Angehörige der ausgestellten Kunstschaffenden. Forster blickte zurück auf die Eröffnung der Galerie und des ersten Teils der Schau vor gut drei Jahren. Seinen Dank richtete er an Michael Emser, den Leiter des Stadtarchivs, von dem die Idee für die Galerie im Erdgeschoss des früheren Rathauses stammt, sowie an die Kuratorin für ihre Recherchearbeit gemeinsam mit dem Team des Archivs.

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„Ich sehe es als Verpflichtung an, ein Kunstgedächtnis zu erstellen, um die Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern auch aus vergangenen Zeiten zu zeigen“, betonte der Verwaltungschef. Dieser Gedanke zog sich als roter Faden durch den gesamten Abend.

Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung Homburg

Dr. Mathis-Sandmaier spannte in ihrer Einführung einen weiten historischen Bogen. Sie erinnerte an die legendäre Kunstsammlung des früheren Schlosses Karlsberg mit rund 2.500 Werken, die infolge der Französischen Revolution in alle Winde zerstreut wurde. Deutlich kleiner sei die Sammlung des Stadtarchivs, das seit 1983 die im Besitz der Stadt befindlichen Werke Homburger Künstlerinnen und Künstler bewahrt. Zu den zehn ausgestellten Positionen und ihren Verbindungen zur Stadt gab sie jeweils persönliche Einblicke.

Erwin Steitz würdigte sie als „Virtuosen des schwerelosen Strichs“, während der in Beeden geborene Ludwig August Deppe vor allem durch die Gestaltung von Kirchenfenstern bekannt wurde. Beim in Bochum geborenen Heinrich Fernau, der in den 1960er-Jahren nach Homburg kam, kreise das Werk um die existenzielle Bedrohung der Menschheit. In den Arbeiten von Hans Eugen Schwender, der in den 40er-Jahren nahe des Konzentrationslagers Auschwitz lebte, klängen die Traumata seiner Jugend nach. Besonderes Augenmerk legte die Kuratorin auf Hermann Theophil Juncker, der als 1929 Geborener der jüngste der ausgestellten Künstler ist, sowie auf Albert Fürst.

Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung Homburg

Auch die französisch geprägten Einflüsse der saarländischen Kunstschaffenden auf die Künstlergruppen Westdeutschlands beleuchtete Dr. Mathis-Sandmaier. Hier trat erneut Albert Fürst hervor, der als Mitglied der „neuen gruppe saar“ enge Kontakte nach Düsseldorf pflegte, wo er von 1983 bis zu seinem Tod 2014 lebte. „Die Künstlerinnen und Künstler leben in ihren Werken fort“, fasste sie zusammen – genau dies sichtbar zu machen, sei die Aufgabe des Kunstgedächtnisses der Stadt.

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Nach der Einführung blieben viele Gäste noch lange in den Räumen, betrachteten die Werke und kamen miteinander ins Gespräch. Wer die Ausstellung besuchen möchte: Die Kleine Galerie in der Kaiserstraße 41 öffnet mittwochs von 14 bis 18 Uhr und donnerstags von 9 bis 13 Uhr sowie nach Vereinbarung. Das Stadtarchiv ist telefonisch unter (06841) 994625 erreichbar.

Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung Homburg
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