Für sein jahrzehntelanges Wirken im sozialen, gesellschaftlichen und politischen Leben des Saarlandes ist Michael Burkert mit dem Saarländischen Verdienstorden geehrt worden. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger überreichte die Auszeichnung am Dienstag, 3. November 2026, bei einer Feierstunde in der Staatskanzlei und hob dabei seine besonderen Verdienste um das Gemeinwohl hervor.
„Michael Burkert hat sein Leben in den Dienst der Menschen gestellt“, sagte die Regierungschefin in ihrer Ansprache. Ob in der Sozialarbeit, in der Kommunalpolitik oder im Ehrenamt sei es ihm nie allein darum gegangen, Probleme zu benennen, sondern stets um konkrete Lösungen. Besonders für jene, die Unterstützung bräuchten, habe er sich starkgemacht. Mit seiner Tatkraft und seiner sozialen Haltung, so Rehlinger, habe er das Saarland über Jahrzehnte mitgeprägt.
Seine Laufbahn begann Burkert in der Sozialarbeit. Schon während seines Zivildienstes bei der Arbeiterwohlfahrt und der Lebenshilfe schärfte sich sein Blick für die Bedürfnisse benachteiligter Menschen. Nach dem Studium der Sozialarbeit fand er zunächst in der Gemeinwesenarbeit des Diakonischen Werks seinen Platz. Dort stieß er Stadtteil- und Jugendprojekte an, begleitete Bürgerinitiativen und kämpfte für bessere Lebensbedingungen in sozial benachteiligten Wohngebieten. Später leitete er die Jugendberufshilfe und entwickelte Programme, die jungen Menschen den Weg in den Beruf ebnen sollten.

Auch in der Kommunalpolitik hinterließ Burkert deutliche Spuren. Als Sozialamtsleiter, als Beigeordneter für Jugend und Soziales und schließlich als Präsident des Stadtverbandes Saarbrücken prägte er die Sozialpolitik der Region. Der Ausbau der Jugendarbeit, die Einführung der Schulsozialarbeit und die Stärkung der Gemeinwesenarbeit gehen auf sein Zutun zurück.
Darüber hinaus lag ihm die Weiterentwicklung des Historischen Museums Saar am Herzen, insbesondere die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit. Ein weiteres Anliegen war die deutsch-französische Freundschaft: Burkert wirkte federführend an der Gründung des ersten grenzüberschreitenden kommunalen Vereins „Zukunft SaarMoselle Avenir“ mit, aus dem später der heutige Eurodistrict und die Frankreichstrategie der Landesregierung hervorgingen.
Ab 2007 führte Burkert die Geschäfte von Saartoto und den Saarländischen Spielbanken, zugleich engagierte er sich in den Gremien des Saarländischen Rundfunks. Seit 2015 steht er als Präsident an der Spitze des DRK-Landesverbandes Saarland. In dieser Rolle setzt er sich für die Stärkung des Ehrenamtes, den Erhalt sozialer und gesundheitlicher Versorgungsstrukturen sowie für die Zukunftsfähigkeit des Deutschen Roten Kreuzes im Saarland ein.




















