Das Saarland sucht den Schulterschluss mit einer der technologisch führenden Industrienationen der Welt. Wirtschaftsminister Jürgen Barke bricht am 4. November zu einer viertägigen Reise nach Südkorea auf, um dort vor allem für Investitionen und eine engere Partnerschaft in der Pharmabranche zu werben. Begleitet wird er von Thomas Schuck, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft gwSaar.
Bis zum 7. November stehen Gespräche mit koreanischen Unternehmen, Wirtschaftsvertretern und der Regierung der Provinz Gangwon auf dem Programm. Für Barke ist das asiatische Land ein Partner mit erheblichem Potenzial. „Südkorea gehört zu den technologisch führenden Industrienationen und ist für das Saarland ein spannender Wirtschaftspartner“, sagt der Minister. Gerade in der Pharmaindustrie sehe er die Chance, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Firmen für den Standort an der Saar zu gewinnen.
Den Auftakt bildet Seoul. Dort trifft die Delegation auf Vertreter der koreanischen Technologiebörse KOSDAQ und kommt mit Pharmaunternehmen ins Gespräch. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt dabei auf den geplanten europäischen Regelungen zur Sicherung der Arzneimittelversorgung. Die zentrale Frage: Welche Investitions- und Kooperationschancen eröffnen sich daraus konkret für das Saarland?
Einen festen Ankerpunkt hat die Reise bereits in der Provinz Gangwon. Dort steht ein Austausch mit der Regionalregierung an, darunter mit Vizegouverneur Won Cheol Shin. Die Beziehung ist nicht neu: Schon im Juni 2025 hatten Barke und Gangwons Gouverneur Jin Tae Kim in Saarbrücken eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die auf Wirtschaft, Technologie und Innovation abzielt. Nun soll dieses Fundament ausgebaut und mit weiteren konkreten Projekten gefüllt werden.
Für gwSaar-Chef Schuck geht es dabei um handfeste Ergebnisse. „Gemeinsam mit unseren koreanischen Partnern möchte die gwSaar Investitionen und Ansiedelungen im Saarland schaffen, unterstützen und zugleich herausarbeiten, welche Möglichkeiten das Saarland für deren europäischen Aktivitäten bietet“, erklärt er. Die Botschaft an die Unternehmen laute: Das Saarland liegt mitten in Europa und bietet beste Voraussetzungen als Brückenkopf für den Kontinent.
Zum Abschluss führt die Reise nach Chuncheon, wo die Delegation Vertreter des dortigen Pharma- und Biotechnologieclusters trifft. Bei einer Fachveranstaltung stellt das Saarland seine Standortbedingungen vor und lotet mit koreanischen Firmen die Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit aus. Ob aus den Gesprächen tatsächlich neue Ansiedlungen erwachsen, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen.




















