Wer sich über Brustkrebs, Gebärmutterkörperkrebs oder die Rolle des Humanen Papilloma Virus informieren möchte, bekommt dazu Ende Oktober eine konkrete Gelegenheit. Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, lädt das Universitätsmedizinische Zentrum für Tumorerkrankungen des Saarlandes (UTS) zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ein. Von 17 bis 19 Uhr treffen sich Fachärztinnen, Pflegekräfte und Betroffene im Seminarraum 1 des Zentralen Hörsaalgebäudes auf dem Campus des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) in Homburg.

Die Teilnahme kostet nichts und ist bewusst für ein breites Publikum gedacht. Angesprochen sind nicht nur Erkrankte und ihre Angehörigen, sondern ausdrücklich auch Menschen, die ihr persönliches Krebsrisiko senken oder mehr über Vorsorgeuntersuchungen erfahren möchten. Gefördert wird der onkologische Patientenkongress von der Deutschen Krebshilfe.

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Inhaltlich gliedert sich der Abend in drei Schwerpunkte. Zunächst sprechen PD Dr. Gilda Schmidt, Oberärztin und Leiterin der Brustsprechstunde, und Bettina Knapp aus der onkologischen Fachpflege über den Umgang mit Nebenwirkungen während einer Krebstherapie. Anschließend stellt Prof. Dr. Julia Radosa neue Behandlungsansätze beim Endometriumkarzinom vor und geht dabei auch auf moderne Immuntherapien ein. Den dritten Block übernimmt Dr. Ute Schmidt, die das HP-Virus als Risikofaktor erklärt und zeigt, welche Möglichkeiten der Vorbeugung bestehen.

Ein besonderes Gewicht legen die Veranstalter auf das persönliche Gespräch. Mit Britta Keller ist die Frauenselbsthilfe Krebs e.V. Saarland vor Ort, sodass Fragen vor, während und nach den Vorträgen gestellt werden können. Der Austausch zwischen medizinischer Expertise und der Erfahrung von Betroffenen steht damit gleichberechtigt neben den fachlichen Informationen.

Wer nicht nach Homburg kommen kann, nimmt online teil. Das Hybrid-Format erlaubt es, sich mit jedem internetfähigen Gerät in die Veranstaltung einzuwählen. Für die digitale Teilnahme ist allerdings eine vorherige Anmeldung per E-Mail an uts@uks.eu nötig; der Einwahl-Link wird nach der Anmeldung zugeschickt.

Am UKS finden Frauen für die genannten Erkrankungen spezialisierte Anlaufstellen. In der Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin sind sowohl das Brustkrebszentrum als auch das Gynäkologische Krebszentrum angesiedelt, dem die zertifizierte Gynäkologische Dysplasie-Einheit angegliedert ist. Als Dysplasien bezeichnet die Medizin Gewebeveränderungen, die eine Vorstufe von Krebs darstellen können. Durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche und regelmäßige Tumorkonferenzen wird für jede Patientin ein individuelles Therapiekonzept erstellt.

Beide Zentren können auf eine lange Tradition verweisen. Das Brustkrebszentrum zählte zu den ersten im Saarland und ist bereits seit 2004 zertifiziert, das Gynäkologische Krebszentrum blickt in diesem Jahr auf zehn Jahre Zertifizierung zurück. Das UTS selbst bündelt 13 Organkrebszentren sowie weitere interdisziplinäre Einrichtungen und ist seit 2021 durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert. Das vollständige Jahresprogramm der Reihe ist über die Internetseite des UTS einsehbar.

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