Eine Homburgerin, die zur Weltbürgerin wurde: An die Schriftstellerin und Übersetzerin Edith Aron erinnert eine Lesung mit musikalischer Begleitung am Samstag, 10. Oktober, um 18 Uhr im Mannlichsaal des Edelhauses Schwarzenacker. Der Abend entsteht im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Homburg und Ilmenau und trägt den Titel „Doch die Tochter zog immer das Schwierige vor.“
Im Mittelpunkt steht ein außergewöhnlicher Lebensweg. Aron, 1923 in Homburg geboren, verließ 1935 gemeinsam mit ihrer Mutter Deutschland und emigrierte nach Argentinien. Später führten sie ihre Wege nach Paris, Berlin und London – Stationen eines Lebens, das von Aufbruch und steter Bewegung geprägt war.
Zu ihrem Bekanntenkreis zählte der argentinische Schriftsteller Jorge Luis Borges. Als Übersetzerin wiederum öffnete Aron dem deutschsprachigen Publikum den Zugang zu zahlreichen spanischsprachigen Autoren und machte deren Werke hierzulande erst lesbar. Ihr Wirken reichte damit weit über die Grenzen ihrer Geburtsstadt hinaus. Aron starb im Jahr 2020.
Die Texte und Übersetzungen der Schriftstellerin trägt der Ilmenauer Rezitator Martin Strauch vor. Für den musikalischen Rahmen sorgt das „DUO SOL“ mit Dietmar Kunzler und dem Homburger Musiker J. N. R. Wiedemann. Das Programm spannt einen Bogen zwischen Europa und Lateinamerika, unter anderem mit Kompositionen von Astor Piazzolla und Carlos Gardel.
Wer kommen möchte, muss keinen festen Eintrittspreis zahlen: Die Veranstaltung läuft auf Spendenbasis. Um das leibliche Wohl kümmern sich Abiturientinnen und Abiturienten des Saarpfalz-Gymnasiums, die Getränke und kleine Speisen anbieten.
„Ich freue mich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher“, so Simone Lukas, die als Betreuerin die Städtepartnerschaft begleitet. Der Abend verbindet so Erinnerung, Literatur und Musik zu einer Hommage an eine Frau, deren Spuren von Homburg bis nach Südamerika führten.




















