Symbolbild

Machbar ja, finanzierbar nein: Eine direkte Zugverbindung zwischen Saarbrücken und Luxemburg scheitert nach Angaben des saarländischen Verkehrsministeriums derzeit nicht an der Technik, sondern am Geld. Gestiegene Trassenpreise machen dem Projekt einen Strich durch die Rechnung. Für die FDP Saar ist das kein Grund, die Idee zu den Akten zu legen – im Gegenteil.

Die Liberalen fordern die Landesregierung auf, sich mit Luxemburg, Rheinland-Pfalz und dem Bund an einen Tisch zu setzen und einen belastbaren Finanzierungsweg zu erarbeiten. Denn genau daran hakt es aus Sicht der Partei: Es fehle eine langfristige Strategie für den Ausbau der Schiene in der Großregion.

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„Eine technisch machbare Verbindung darf nicht dauerhaft an finanziellen Hürden scheitern“, stellt Tobias Kuhn klar, verkehrspolitischer Sprecher der FDP Saar. Er verlangt Transparenz über die tatsächlichen Kosten und vor allem den politischen Willen, grenzüberschreitende Mobilität konsequent voranzutreiben.

Konkret setzt die FDP auf zwei Ebenen. Kurzfristig soll die diskutierte Direktverbindung über Saarburg, Konz und Wasserbillig weiterverfolgt werden. Dafür müssten sowohl die finanziellen Rahmenbedingungen geklärt als auch die Unterstützung des Bundes gesichert werden. Es gehe darum, jetzt die Voraussetzungen für eine spätere Umsetzung zu schaffen.

Langfristig hält die Partei am größeren Wurf fest: einem direkten Lückenschluss zwischen Merzig und Luxemburg. Dieses Neubauprojekt solle als eigenständiges grenzüberschreitendes Vorhaben vorangetrieben werden. Ziel sei die Einbindung in das transeuropäische Verkehrsnetz TEN-V, um nationale wie europäische Fördermittel anzuzapfen.

Beide Ansätze dürften dabei nicht nebeneinander herlaufen. „Wir fordern, beide Ansätze im Rahmen einer übergeordneten Schienenstrategie hinsichtlich ihres verkehrlichen Nutzens, ihrer Kosten und ihrer Finanzierbarkeit aufeinander abzustimmen“, so Kuhn. Das Ergebnis müsse eine leistungsfähige und dauerhaft finanzierbare Verbindung über die Grenze sein.

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Hinter der Forderung steht ein grundsätzliches Anliegen: das Saarland stärker in der Großregion zu verankern. „Das Saarland muss seine Chancen in der Großregion aktiv gestalten“, betont Kuhn. Gebraucht werde eine Strategie, die schnelle Verbesserungen ermögliche und zugleich den Weg für den langfristigen Ausbau der Infrastruktur ebne.

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