Alle 104 Spiele der Fußball-WM live zu verfolgen, hat seinen Preis – doch der darf aus Sicht der Fans nicht allzu hoch ausfallen. Rund 20 Euro würden Interessierte im Schnitt für das komplette Turnier ausgeben. Das entspricht gerade einmal etwa 20 Cent pro Partie. Diese Zahlen stammen aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.
Ausgewählte Begegnungen und die Spiele der deutschen Nationalmannschaft liefen bislang auch bei dieser WM im frei empfangbaren Fernsehen. Wer jedoch keine einzige Partie verpassen will, kommt um kostenpflichtige Angebote nicht herum. Grundsätzlich zeigt sich die Mehrheit dazu bereit: 57 Prozent derjenigen, die das Turnier ansehen möchten, würden für den Zugang zu allen Spielen zahlen.
Doch die Grenzen sind schnell erreicht. „Die Zahlungsbereitschaft ist allerdings überschaubar, lediglich 20 Euro würden für die gesamte WM durchschnittlich auf den Tisch gelegt – also ca. 20 Cent je Spiel“, ordnet Bitkom-Experte Dr. Konstantin Peveling die Ergebnisse ein.
Ein Blick auf die Details offenbart, wie unterschiedlich die Bereitschaft ausfällt. 15 Prozent würden bis zu 10 Euro investieren, 18 Prozent bewegen sich zwischen 10 und 20 Euro. Sieben Prozent können sich 21 bis 30 Euro vorstellen, und immerhin 17 Prozent wären bereit, mehr als 30 Euro auszugeben. Wer zahlt, hat dabei klare Erwartungen: „Wer für Live-Sport zahlt, erwartet einen einfachen Zugang, klare Informationen und ein verlässliches Streaming-Erlebnis“, so Peveling.
Bemerkenswert ist, dass sich zwischen den Geschlechtern kaum Unterschiede zeigen. 53 Prozent der Frauen und 59 Prozent der Männer würden grundsätzlich für den Zugang zu allen Partien bezahlen. Beim Betrag liegen Männer mit durchschnittlich 22 Euro nur knapp vor den Frauen, die 18 Euro veranschlagen.
Ein Teil des Publikums plant sogar eine konkrete Investition in neue Angebote. 19 Prozent geben an, eigens für die WM ein zusätzliches Streaming-Abo abschließen zu wollen, um wirklich jedes Spiel sehen zu können. Für die Studie befragte Bitkom Research telefonisch mehr als 1.000 Menschen ab 16 Jahren in Deutschland, darunter 797 Personen, die das Turnier verfolgen wollen. Die Erhebung fand zwischen der 17. und der 21. Kalenderwoche 2026 statt und gilt als repräsentativ.



















