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Nahezu jeder zweite Mensch in Deutschland wird im Laufe seines Lebens mit der Diagnose Krebs konfrontiert – eine Zahl, die das Robert Koch-Institut belegt und die Jahr für Jahr rund eine halbe Million Neuerkrankte umfasst. Genau hier setzt das Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg an: Am Samstag, 30. Mai 2026, öffnet das Zentrale Hörsaalgebäude auf dem Campus von 10 bis 16 Uhr seine Türen für den onkologischen Patientenkongress „Krebs im Dialog“. Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich nicht nur an Betroffene und Angehörige, sondern an alle, die sich informieren möchten.

Organisiert hat das Programm das Universitätsmedizinische Zentrum für Tumorerkrankungen des Saarlandes, kurz UTS, das am UKS 13 zertifizierte Organkrebszentren und weitere interdisziplinäre Einrichtungen unter einem Dach vereint. Gefördert wird der Kongress von der Deutschen Krebshilfe. Saarlands Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung übernimmt die Eröffnung – ein Signal, dass die Landespolitik das Thema Aufklärung bei Krebserkrankungen aktiv mitträgt.

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Im Mittelpunkt des Tages stehen allgemeinverständliche Fachvorträge, die ein breites Spektrum abdecken. Expertinnen und Experten sprechen über Prävention und Vorsorgeuntersuchungen, über UV-Belastung und genetische Risikofaktoren, über komplementärmedizinische Ansätze sowie über therapiebegleitende Maßnahmen am UKS. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Krebsmedizin steht auf der Agenda. Ein besonderer thematischer Schwerpunkt liegt auf Hautkrebs, der durch ein begehbares, übergroßes Hautkrebsmodell im Foyer des Hörsaalgebäudes greifbar gemacht wird. Fachleute des UKS-Hautkrebszentrums begleiten das Modell und stehen für Erklärungen bereit.

Neben den Vorträgen lebt die Veranstaltung vom direkten Austausch. An der sogenannten „Connect Corner“ im Foyer präsentieren sich mehr als ein Dutzend Selbsthilfegruppen, deren Mitglieder selbst von unterschiedlichen Krebserkrankungen betroffen sind. Sie stellen die Arbeit ihrer Gruppen vor und laden zum offenen Gespräch ein. Ebenfalls vor Ort sind die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland sowie die Saarländische Krebsgesellschaft e.V. – Anlaufstellen, die Betroffenen und ihren Familien weit über den Kongresstag hinaus Orientierung bieten können.

Dass solche Veranstaltungen nötig sind, unterstreichen nicht nur die nüchternen Statistiken. Die Krebsmedizin hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht: Bessere Prävention, frühere Diagnosen und innovative Therapien steigern die Überlebenswahrscheinlichkeit kontinuierlich. Wissenschaftlich belegt ist zudem, dass Patientinnen und Patienten, die in zertifizierten Krebszentren behandelt werden, messbare Überlebensvorteile haben. Das UTS, seit 2021 durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert, arbeitet nach interdisziplinären Leitlinien und entwickelt seine Behandlungsqualität stetig weiter.

Mit „Krebs im Dialog“ verfolgt das Zentrum das Ziel, regelmäßig niedrigschwellige Informationsangebote zu schaffen. Wer sich über Vorsorgeuntersuchungen informieren, sein persönliches Krebsrisiko besser einschätzen oder schlicht verstehen möchte, welche modernen Therapieoptionen heute zur Verfügung stehen, findet am 30. Mai in Homburg ein kompaktes Programm an einem Ort. Das vollständige Vortragsprogramm ist über die Website des UTS unter www.uks.eu/uts abrufbar.

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Die Deutsche Krebshilfe, die den Kongress fördert, wurde 1974 von Dr. Mildred Scheel gegründet und ist heute der größte private Geldgeber im Bereich der Krebsbekämpfung in Deutschland. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen und engagiert sich unter dem Leitsatz „Helfen. Forschen. Informieren.“ für Prävention, Forschung und die Unterstützung von Betroffenen – ein Engagement, das Veranstaltungen wie jene in Homburg erst möglich macht.

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