Seit fast drei Jahrzehnten kümmern sich Freiwillige in Homburg um Beete, Grünstreifen und öffentliche Flächen – und die Stadt weiß das zu schätzen. Bei einem Ehrungsabend im Inklusionscafé „GenussWerkstatt“ hat Oberbürgermeister Michael Forster rund 45 ehrenamtliche Grünpatinnen und Grünpaten sowie Aufsichtspersonen der Galerie im Saalbau für ihren Einsatz gewürdigt. „Es ist für uns keineswegs selbstverständlich, dass Sie sich für unsere Stadt engagieren und Verantwortung übernehmen“, sagte Forster zum Auftakt des Abends.
Die Grünpatenaktion existiert in der Kreisstadt bereits seit 1995. Was als überschaubare Initiative begann, hat sich über die Jahre zu einem breiten Netzwerk aus Privatpersonen, Vereinen, Gruppen und Unternehmen entwickelt. Sie alle pflegen Flächen in den Stadtteilen und der Innenstadt, die ohne ihr Zutun deutlich weniger einladend aussähen. Seit einigen Jahren werden zudem die ehrenamtlichen Aufsichtskräfte der Galerie im Saalbau in den Dankesabend einbezogen – ein Zeichen dafür, dass die Stadt bürgerschaftliches Engagement in ganz unterschiedlichen Bereichen ernst nimmt.
Forster machte in seiner Ansprache keinen Hehl daraus, dass Pflege und Sauberkeit im öffentlichen Raum regelmäßig Diskussionsstoff liefern. Gerade deshalb sei der freiwillige Beitrag so wertvoll. „Sie arbeiten mit einer Hingabe und Sorgfalt, die weit über das hinausgeht, was wir als Verwaltung alleine leisten könnten“, erklärte der Oberbürgermeister. Die gepflegten Grünflächen seien ein sichtbares Zeichen dafür, dass Homburg eine lebenswerte Stadt bleibe – und das verdanke man zu einem erheblichen Teil den Ehrenamtlichen.

Neben den anerkennenden Worten gab es für die Gäste auch etwas Handfestes: Jede und jeder Geehrte erhielt eine Urkunde sowie das Buch „Licht und Farbe“ des Homburger Künstlers Hermann Theophil Juncker. Der Träger der Bürgermedaille der Stadt war im Dezember vergangenen Jahres verstorben. Mit der Wahl dieses Geschenks wolle man an sein künstlerisches Wirken erinnern und den Freiwilligen zugleich eine besondere Wertschätzung mitgeben, erläuterte Forster.
Mindestens ebenso wichtig wie die offizielle Ehrung war dem Verwaltungschef der persönliche Kontakt. Bei Essen und Getränken kamen die Gäste untereinander und mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung ins Gespräch. „Mir ist der Austausch mit Ihnen sehr wichtig – nicht nur an solchen Abenden, sondern auch darüber hinaus. Ihre Rückmeldungen und Hinweise helfen uns als Stadtverwaltung, besser zu werden“, betonte Forster. Der Abend sei deshalb nicht nur ein Dankeschön gewesen, sondern auch ein wertvoller Moment der direkten Begegnung.
Dass sich die Stadt für diesen Rahmen bewusst das Inklusionscafé „GenussWerkstatt“ ausgesucht hatte, passte ins Bild eines Abends, an dem gesellschaftliches Miteinander im Mittelpunkt stand. Für die Ehrenamtlichen dürfte die Botschaft klar angekommen sein: Ihr Engagement wird gesehen, geschätzt – und gebraucht.





















