Wie funktioniert eigentlich ein Kino? Die Schulanfänger der städtischen Kita am Stiefel in Rentrisch haben darauf jetzt ganz praktische Antworten bekommen – und dabei sogar ihren eigenen Film auf der großen Leinwand gesehen. Im Rahmen eines MINT-Projektes besuchten die Kinder das Regina Kino in St. Ingbert und erlebten einen Vormittag, der weit über einen gewöhnlichen Kinobesuch hinausging.
Bereits zum zweiten Mal öffnete Kinobetreiber Steffen Becker den Nachwuchsforschern die Türen zu den Technikräumen seines Hauses. Dort erklärte er Schritt für Schritt, welche Abläufe nötig sind, damit ein Film überhaupt auf der Leinwand erscheint. Die Kinder folgten seinen Ausführungen mit großer Neugier und durften die Technik aus nächster Nähe begutachten – ein Einblick, den selbst viele Erwachsene so noch nicht bekommen haben.
Natürlich gehört zu einem echten Kinoerlebnis auch das passende Drumherum. Und so stellten die Schulanfänger ihr eigenes Popcorn her, bevor sie es sich in den Kinosesseln gemütlich machten. Gemeinsam mit ihren Familien schauten sie einen ausgewählten Film – doch der eigentliche Höhepunkt des Tages stand noch bevor.
Denn auf der großen Leinwand lief anschließend ein ganz besonderer Beitrag: ein Film, den die Kinder selbst gedreht hatten. Entstanden war er in Zusammenarbeit mit dem Projekt „junger Film“. Als die eigenen Bilder über die Kinoleinwand flimmerten, war die Begeisterung im Saal greifbar. Stolze Gesichter bei den kleinen Filmemachern, gerührte Blicke bei den Eltern – ein Moment, der den Kindern sichtlich viel bedeutete.
Dass solche Erlebnisse überhaupt möglich werden, liegt am besonderen Engagement von Steffen Becker. Der Betreiber des Regina Kinos öffnet sein Haus regelmäßig für die Kita-Kinder und gibt ihnen damit die Chance, Technik nicht nur zu konsumieren, sondern zu verstehen. Für die Schulanfänger der Kita am Stiefel dürfte dieser Tag noch lange in Erinnerung bleiben – als der Tag, an dem sie nicht nur ins Kino gingen, sondern selbst Teil davon wurden.





















