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Die CDU-Fraktion im Sulzbacher Stadtrat wehrt sich mit deutlichen Worten gegen eine Dokumentation des Saarländischen Rundfunks, die am Vorabend zur besten Sendezeit ausgestrahlt wurde. Der rund halbstündige Beitrag mit dem Titel „Rechtsruck in meiner Heimatstadt“ zeichne ein verzerrtes Bild der Stadt – so der Vorwurf. Fraktionsvorsitzender Alexander Szliska spricht von Empörung und fordert eine umgehende Klarstellung durch den Sender.

Im Kern der Kritik steht die Art und Weise, wie Sulzbach in der Produktion dargestellt wird. Aus Sicht der CDU-Fraktion vermitteln die verschiedenen Sequenzen den Eindruck einer perspektivlosen Stadt, die von Rassismus und rechter Gesinnung geprägt sei. Dieses Bild sei nicht nur falsch, sondern auch rufschädigend, so Szliska. Besonders stört ihn, dass offenbar kein Kontakt zu politischen Vertretern der Stadt gesucht wurde. „Da es ja offenbar laut Titel um ein politisches Thema gehen sollte, wäre der Kontakt zu politischen Vertretern der Stadt angezeigt gewesen“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende. Zumindest bei der CDU habe sich niemand gemeldet.

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Dabei hätte es aus seiner Sicht durchaus Gesprächsstoff gegeben, der ein differenzierteres Bild ermöglicht hätte. Szliska verweist auf ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm, ein aktives Vereinsleben und soziale Einrichtungen wie das Jugendzentrum, für das absehbar ein Neubau geplant ist, sowie die Gemeinwesenarbeit der Caritas in der Innenstadt. Man hätte gerne über Fakten gesprochen, statt Vorurteile reproduziert zu sehen, betont er.

Die CDU-Fraktion führt darüber hinaus eine Reihe konkreter Maßnahmen an, die Stadtrat und Verwaltung in jüngster Zeit auf den Weg gebracht haben. So sei ein neues Sauberkeitskonzept eingeführt worden, das den Rückbau verschmutzter Containerstandorte, den Einsatz einer neuen Kehrmaschine und verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt umfasst. Trotz angespannter Haushaltslage fließen Millionenbeträge in die Mellinschule, den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Altenwald, in Kindertagesstätten und in die Revitalisierung der Innenstadt. Auch die Vereinsförderung sei erneut angehoben worden, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und größere Projekte von Vereinen mit eigener Anlage gezielt unterstützen zu können.

Szliska wird in seiner abschließenden Bewertung persönlich. „Nicht nur als politischer Vertreter, sondern insbesondere als Bürger Sulzbachs macht mich der Bericht regelrecht wütend“, sagt er. Einen derart einseitig negativen Beitrag über eine saarländische Stadt habe er noch nie gesehen. Er erinnert daran, dass der SR erst im vergangenen Jahr mit seinem Format „Treffpunkt Ü-Wagen“ im Sulzbacher Stadtteil Neuweiler zu Gast gewesen sei und sich dabei selbst davon habe überzeugen können, was die Stadt zu bieten hat.

Die CDU-Fraktion belässt es nicht bei Kritik, sondern formuliert eine klare Erwartung an den öffentlich-rechtlichen Sender: Man fordere eine umgehende Klarstellung zu der aus ihrer Sicht falschen und rufschädigenden Darstellung Sulzbachs in der Öffentlichkeit. Ob und wie der Saarländische Rundfunk auf diese Forderung reagiert, bleibt abzuwarten.

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